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Rintelner Fleischerei plant auch Imbiss an der Lauenauer Marktstraße / Rodenberger Filiale bleibt

Rauch-Zeichen im Fachwerk

Lauenau. Die mögliche Ansiedlung einer Fleischerei im Fachwerkhaus Marktstraße 1 ist Thema im Bau- und Planungsausschuss des Fleckens gewesen. Interessent ist demnach das Rintelner Unternehmen Rauch, das auch einen Tagesimbiss einrichten möchte.

veröffentlicht am 21.01.2015 um 16:57 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 13:42 Uhr

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Der Flecken plant, das denkmalgeschützte Gebäude so umzubauen, dass eine gewerbliche Nutzung weiterhin möglich ist. Zuletzt war dort ein Schuhgeschäft ansässig. Bei der Umbauplanung sollen nun die Bedürfnisse des Interessenten aus Rinteln berücksichtigt werden – und gleichzeitig jene des Denkmalschutzes. Der Stand des Verfahrens mache Mut, so Verwaltungsmitarbeiter Jörg Döpke. In trockenen Tüchern ist jedoch noch nichts: Denkmalschutz und Unternehmerinteressen müssen sich vereinbaren lassen.

Lauenaus Gastronomie würde gemäß den Plänen erneut erweitert: Bis zu 50 Sitzplätze soll der Imbiss-Bereich bekommen, doch es ist auch eine Variante mit nur einem Drittel dieser Plätze in Rede. Die Öffnungszeiten eines solchen Imbisses orientieren sich allerdings an den Ladenöffnungszeiten und bedienen damit andere Ansprüche als die der Restaurants.

Der Umbaubedarf ist immens: Dach- und Ständerkonstruktion müssen erneuert werden, der Boden wird ebenfalls komplett neu installiert. Dasselbe trifft auf die Türen und die Heizung zu, die Treppe im Inneren wird verlegt. Einige angebaute Teile des Hauses dürfen entfernt werden, nicht aber der Gewölbekeller, wo Imbiss-Sitzplätze vorgesehen sind.

Eine Kühltheke mit Snacks ist zusätzlich zur Schlachtertheke vorgesehen. Auf die Frage Karsten Dohmeyers (Grüne) erklärte Döpke, dass ein Fischverkauf nur dann in dem neuen Betrieb angesiedelt wird, wenn Rauch einen Anbieter dafür findet. Die Fleischerei Rauch betreibt unter anderem Filialen in Haste und Rodenberg. Kursierenden Gerüchten erteilte das Unternehmen eine Absage: Auf Anfrage dieser Zeitung betonte Inhaber Veith Rauch, der Rodenberger Standort bleibe erhalten.

Fördergeld aus der Denkmalpflege gebe es wohl nicht, so Döpke, weil das Programm nicht vor Sommer ausgeschrieben werde. Dann könne es für Lauenau zu spät sein. Zum Jahresende soll der Betrieb an der Marktstraße 1 starten. Der Flecken plant 350 000 Euro an Kosten ein, doch es wird nach anderen Fördertöpfen gesucht. In den 350 000 Euro sind die Kosten für die Ladeneinrichtung nicht enthalten, denn die zahlt der Investor.

Wolfgang Kölling (SPD) regte an, eine Behindertentoilette einzurichten. Ansonsten wurde das Vorhaben gelobt. „Wir freuen uns, dass dieser Interessent gefunden wurde und das Haus für das Ortsbild erhalten bleibt“, sagte Dohmeyer. Der Ausschuss stimmte dafür, die Baugenehmigung zu beantragen.




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