weather-image
25°
×

Zehntklässler des Gymnasiums werden bei den Verkehrssicherheitstagen auf die Zeit hinter dem Steuer vorbereitet

Rauschbrille trübt die Sicht

Bad Nenndorf. Bei den Verkehrssicherheitstagen am Gymnasium Bad Nenndorf sind die Zehntklässler auf einen wichtigen Schritt vorbereitet worden: den Führerscheinerwerb. Polizei, Landkreis, AOK und DRK vermittelten den jungen Frauen und Männern Kenntnisse und Erkenntnisse, die sie später schützen sollen.

veröffentlicht am 06.09.2013 um 17:32 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 07:42 Uhr

Der Polizeikontaktbeamte Jürgen Henze drückte es so aus: „Ich will Euch Gefahren aufzeigen, die Ihr hoffentlich nie kennenlernt.“ Damit spielte Henze auch auf Alkohol und Drogen an. Er plädierte wie sein Kollege Wolfgang Ritter für eine generelle Null-Promille-Grenze, die für Fahranfänger ohnehin gelte.

Auch schon vor Beginn der Fahrschule müssen junge Menschen aufpassen, was sie konsumieren, so Henze. Wer sich als Rad- oder Rollerfahrer oder auch als Fußgänger rüpelhaft gegen andere Verkehrsteilnehmer verhält, kann einen Eintrag bekommen, wonach er nicht geeignet ist, ein Fahrzeug zu führen. Dann heißt es erst einmal: „Führerschein ade.“

Noch ernster ist der Umgang mit Drogen zu nehmen. Wer einmal unter Drogeneinfluss beispielsweise auf dem Motorroller erwischt worden sei, der könne sich den Führerschein mit 18 abschminken und müsse bis zu seinem 21. Geburtstag warten. Hinzu kommen hohe Kosten für „Idiotentest“ und Strafzahlungen. Henze strich heraus, dass es auch für Radfahrer eine Promillegrenze gibt: Bei 1,6 sei Schluss. Und wer mit geringerem Blutalkohol in einen Unfall verwickelt werde, trage zumindest eine Teilschuld.

Der Polizist impfte den Schülern ein, dass sie Verantwortung tragen, wenn sie Auto fahren. Für Beifahrer beispielsweise, aber auch für die anderen Verkehrsteilnehmer, die sie unter Umständen gefährden. Und generell für andere junge Menschen. Das Schutzengel-Programm des Landkreises, das Claudia Kittel-Seifert vorstellte, soll junge Menschen dazu motivieren, alkoholisierte Menschen vom Steuern eines Autos abzuhalten. Im Notfall sei die Nummer 110 zu wählen.

Um eine simulierte Alkoholfahrt zu unternehmen, wurden die Zehntklässler mit sogenannten Rauschbrillen auf Kettcars gesetzt. Einen an sich einfachen Parcours durchkurvten sie mit verschwommener Sicht langsamer als mancher Erstklässler.

Am Stand des DRK übten Mitglieder des Schulsanitätsdienstes das Abnehmen von Motorradhelmen bei „Verletzten“ und die stabile Seitenlage. Und an der AOK-Station staunten die Beteiligten nicht schlecht über so manches schwache Sehtest-Ergebnis. gus

BU2: Das Schulsanitätsteam übt stabile Seitenlage mit den Zehntklässlern.gus




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige