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Abschied mit lachenden und weinenden Augen / 118 haben den Abschluss geschafft - 35 davon den erweiterten Abschluss

Realschul-Entlassung: Sind Mädchen die neue Elite?

Rinteln (who). Schulabschlussfeiern markieren einen bedeutenden Einschnitt im Leben. Das ist deutlich zu spüren gewesen, als die 118 Schulabgänger der Rintelner Hildburgschule gestern ihre Zeugnisse entgegengenommen haben. Für die meisten Realschüler war es dabei ein Abschied sowohl mit einem lachenden als auch mit einem weinenden Auge.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 07:40 Uhr

Sie sind die Vorzeigeschüler ihres Jahrgangs mit hervorragenden

Von den insgesamt 118 Schülerinnen und Schülern der zehnten Klassen der Hildburg-Realschule erreichten 79 den Sekundarabschluss I, den regulären Realschulabschluss. Mit dem Erweiterten Realschulabschluss I in der Tasche können 35 der Abgänger nach dem Sommer sogar direkt auf eine weiterführende Schule wechseln. Sechs Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 2007 legten so außerordentliche Leistungen vor, dass Schulleiter Horst Kynast ihnen vor der Zeugnisvergabe ein besonderes Lob, verbunden mit einem kleinen Geschenk, aussprechen konnte: Franziska Gründel, Christian Gawel, Ingvar Jaromir Dorka, Sven Schneider, Bastian Kabuth und Schülersprecherin Tina Sucher. Die gleichen Auszeichnungen erhielten Tobias Ecklebe, Anette Dregert und Charlene Stracke für ihren besonderen Einsatz und ihr soziales Engagement im Schulalltag. "Mädchen sind die neue Elite", zitierte Schulleiter Horst Kynast aus der Shell-Jugendstudie des Jahres 2006. "Nun wissen wir als Lehrer schon lange den Fleiß und die Sorgfalt der Mädchen zu schätzen, und wir wissen auch, dass Mädchen sehr gut hervorgehobene Aufgaben wahrnehmen", so die eigene Beobachtung des Schulleiters. Das zeige der große Anteil an Mädchen in den Schülervertretungen, die nicht zuletzt auch von den Jungen gewählt worden seien. Darüber hinaus bestätige die Statistik der Hildburgschule für den Abschlussjahrgang 2007 deutlich die Ergebnisse der Shell-Studie. Kynast: "Obwohl der Anteil der Jungen in diesem Jahrgang 56 Prozent beträgt, macht er bei der Verteilung der Erweiterten Abschlüsse nur 46 Prozent aus. Das heißt, mehr als die Hälfte der Erweiterten Abschlüsse geht an die Mädchen." Nicht zuletzt die bisherige Schülersprecherin Tina Sucher demonstrierte, wie sehr die Mädchen zurzeit die Nase vorn haben im Schulalltag. Souverän zeichnete sie den Weg der Abschlussklassen durch die Schulzeit nach und nahm dabei auch - gleichwohl mit Respekt - Schwächen und Stärken der Lehrer liebevoll aufs Korn. Den Weg durch die Schulzeit verglich sie unter anderem mit der Tour de France der Radprofis, angefangen vom Prolog zum Eingewöhnen über die Bergetappen in der achten Klasse, die Kräfte verlangten und manchen Schüler beinahe zum Aufgeben zwangen. Das zehnte Schuljahr sei dagegen vergleichbar gewesen mit der letzten Tour-Etappe mit dem großen Ziel Paris vor Augen. Am Ende ihr lobendes und dankendes Eingeständnis: "Ohne die Hilfe der Lehrer hätten wir es nie geschafft..."

Sven Schneider (v.l.) hat sein Abschiedsgeschenk für besonders g
  • Sven Schneider (v.l.) hat sein Abschiedsgeschenk für besonders gute schulische Leistungen bekommen, Tobias Ecklebe, Anette Dregert und Charlene Stracke für ihren besonderen Einsatz und ihr soziales Engagement.

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