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Rechtsradikaler im Verdacht der Brandstiftung

Bückeburg. Die Brandstiftung an der Adolfstraße in der Nacht von Freitag auf Samstag (wir berichteten) hat möglicherweise einen politisch motivierten Hintergrund. Nach entsprechenden Hinweisen, die bei der Polizei eingingen, steht ein Rechtsradikaler im Verdacht, den Brand gelegt zu haben.

veröffentlicht am 25.10.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 15:41 Uhr

„Es laufen entsprechende Ermittlungen“, bestätigte die Pressesprecherin der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, Gabriela Mielke, auf Anfrage unserer Zeitung. Die Staatsschutzabteilung der Polizeiinspektion ist inzwischen auch in die Ermittlungen eingeschaltet worden.

Ob sich der Verdacht erhärten lässt, ist allerdings fraglich. Es gibt Aussagen eines Zeugen, der in der fraglichen Nacht gegen vier Uhr in der Nähe des Brandortes zwei Jugendliche gesehen und angesprochen hat, ob sie mit dem Brand etwas zu tun hätten.

Die beiden ergriffen daraufhin die Flucht, konnten von der im Einsatz befindlichen Polizei nicht gestellt werden. Die Beschreibung der beiden Jugendlichen, beide sollen um die 16 bis 17 Jahre alt gewesen sein, deckt sich nicht mit dem Aussehen des verdächtigen Rechtsradikalen, so die Pressesprecherin.

In dem betroffenen Haus wohnt ein Pastor der Landeskirche, die erst kürzlich in einem viel beachteten Gottesdienst in der Jetenburger Kirche gegen den Extremismus und die Gewalt in der Stadt Stellung bezogen hat. Den Bewohnern war es in der Nacht gelungen, den auf dem Grundstück eingelagerten Stapel Brennholz mit Eigenmitteln zu löschen, ehe größerer Schaden entstand. Die Feuerwehr konnte in der Nacht ihre Arbeit auf Nachkontrollen beschränken. Es entstand ein Sachschaden von 20 Euro.




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