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Landeskirche und Schaumburger Brauerei legen zum 450. Jahrestag der Reformation ein Sonderbier auf

„Reformations-Bräu“: Luther macht’s möglich

Bückeburg (rc). Die Schaumburg-Lippische Landeskirche feiert in diesem Jahr 450 Jahre Reformation in Schaumburg. Und hat jetzt zusammen mit der Schaumburger Privat-Brauerei ein Bier auf den Markt gebracht, mit dem sich aus Anlass dieses Jubiläums kräftig anstoßen lässt: Das „Schaumburger Reformations-Bräu“. Mit 4,8 Volumenprozent Alkoholgehalt kommt dieses treffliche untergärige Bier nach Pilsener Brauart und natürlich nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut daher.

veröffentlicht am 19.05.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 19:41 Uhr

Die Schaumburger Brauerei in Gestalt ihres 1. Braumeisters Stefan Köpper hat ihm durch die Beigabe eines Spezialmalzes eine kräftig gelbe Farbe mit einer leicht malz- aromatischen Geschmacksnote gegeben. Bei der Hopfenbeigabe werden sowohl die Sorten „Hallertauer Pereee“ als auch die „Hallertauer Tradition“ verwendet.

Aber was wäre das Reformations-Bräu, wenn es nicht mit geistlichem Anspruch daherkommt? Daher ziert das Etikett die Lutherrose, das Wappen des lutherischen Weltbundes. Und auf der Rückseite wird Martin Luther zitiert: „Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand Untertan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann Untertan.“ Die Schaumburger Brauerei – mehr weltlich: „Garantierte Frische – iss was gar ist, trink was klar ist, red was wahr ist“.

„Bier ist als Fastengetränk viele Jahrhunderte mit der Kirche verbunden“, stellten Landesbischof Jürgen Johannesdotter, Kirchenamtspräsident Sebastian Geißler, Pressesprecher Josef Kalkusch sowie Brauereichef Friedrich-Wilhelm Lambrecht bei der Präsentation des Reformationsbieres gestern Morgen an der Stadtkirche fest. Bier komme bei den Menschen gut an, es habe eine Botschaft, genau wie die Kirche. Und so unkompliziert es ist, eine Flasche Bier zu öffnen, so unkompliziert sei auch die Kirche: „Wir wollen Menschen erreichen, die wir sonst nicht erreichen, und ihnen eine Botschaft bringen.“ Darum sei auch das Zitat Luthers auf das Etikett gedruckt worden, so Johannesdotter. Ein Christenmensch ist ein freier Mensch, binde sich aber freiwillig, ganz im lutherischen Sinne.

Der Präsident des Landeskirchenamtes bezeichnete die Auflage des Bieres als „ein Wagnis für die Kirche“. Aber auch die Schaumburger Privat-Brauerei sei in wirtschaftlich schwierigen Zeiten dieses Wagnis eingegangen. „Das zeichnet diese Region aus.“ Auch Brauereichef Lambert betonte, dass sich mit der Kirche und seiner Brauerei zwei zusammengefunden haben, die in der gleichen Region und bei den gleichen Menschen verankert sind.

Übrigens: Die Idee zu dem Bier wurde bereits im Januar geboren. Ab heute, passend zu Himmelfahrt, ist es bei fast allen Getränkehändlern und Märkten zu erhalten, die sonst auch Schaumburger Bier im Angebot haben.

Mit „Schaumburger Reformations-Bräu“anstoßen auf 450 Jahre Reformation in Schaumburg: Das tun Landesbischof Jürgen Johannesdotter (v.l.), Landeskirchenamtschef Sebastian Geißler, Schaumburger Privat-Brauerei-Chef Friedrich-Wilhelm Lambrecht, Landeskirchen-Sprecher Josef Kalkusch und Braumeister Stefan Köpper. Foto: rc




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