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Informationsreise mit dem Raddampfer „Wappen von Minden“ auf Weser und Mittellandkanal

„RegioPort bietet große Chancen für die Region“

Bückeburg/Minden (rd). Gemeinsam unternahmen zahlreiche Vertreter aus Politik und Verwaltung der Region vor Kurzem eine Fahrt auf dem historischen Raddampfer „Wappen von Minden“. Dabei informierten sie sich über das Hafenprojekt RegioPort, das ab 2012 durch Erweiterungen des Mindener Hafens und des Bückeburger Hafens Berenbusch entstehen soll.

veröffentlicht am 25.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 17:41 Uhr

Der erste Teilbauabschnitt des RegioPorts, der die Errichtung der Kaianlage und Umschlagsflächen am Mittellandkanal inklusive einer Kranbrücke, der notwendigen verkehrlichen und technischen Infrastruktur, sowie zahlreiche Maßnahmen an Renaturierung und Retention umfasst, soll bis Ende 2013 abgeschlossen sein. Die neue Hafenanlage entsteht auf dem Gebiet an der Stadtgrenze zwischen Minden und Bückeburg, die gleichzeitig die Kreisgrenze zwischen Minden-Lübbecke und Schaumburg sowie die Landesgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen ist.

Daher nahmen an der Hafenbereisung Teilnehmer der Städte Minden, Bückeburg, Lübbecke und Preußisch Oldendorf, des Kreises Minden-Lübbecke, des Landkreises Schaumburg sowie Vertreter des Planungsverbandes RegioPort und der Mindener Hafen GmbH teil. „Der RegioPort ist ein Projekt, das große Chancen für Minden, aber auch für die gesamte Region bietet“, erklärt Bürgermeister Michael Buhre.

Der Raddampfer fuhr im Rahmen der fast vierstündigen Sonderfahrt auf der Weser und dem Mittellandkanal die wichtigsten Stationen der derzeitigen Häfen in Minden und Bückeburg sowie des geplanten RegioPorts an. „Wir wollen den Politikern eine etwas andere Informationsveranstaltung bieten, um ihnen das Projekt nahezubringen“, erklärt Bürgermeister Michael Buhre. So wurden vielen Gästen bei der Fahrt entlang des Planungsgebietes erstmals die Dimensionen des neuen Hafengebietes, das auf maximal 21 Hektar entstehen wird, deutlich.

Vertreter des Planungsverbandes und der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Mitte informierten in einem Vortrag über den derzeitigen Stand des Ausbaus der Mittelweser. Um künftig den Verkehr von Großmotorgüterschiffen bis 110 Metern Länge auf der Mittelweser zu ermöglichen, wird die Wasserstraße seit einigen Jahren auf dem Abschnitt zwischen Bremen und Minden ausgebaut. „Spätestens ab Anfang 2014 werden die größeren Binnenschiffe die Mittelweser befahren können“, erklärte Dr. Manuela Osterthun von der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Mitte (WSD).

Insgesamt erlebten die Gäste im Rahmen der Raddampferfahrt vier Schleusungen, um jeweils zwischen den Wasserstraßen der Weser und dem Mittellandkanal zu wechseln. Auf großes Interesse stieß der Bericht über den Neubau der Weserschleuse von Dieter Eichler, Leiter des Neubauamtes für den Ausbau des Mittellandkanals. Der Neubau, der zurzeit östlich der alten Schachtschleuse entsteht, soll eine 139 Meter lange und 12,50 Meter breite Schleusenkammer erhalten. Darin sollen ab 2013 die Binnenschiffe geschleust werden, die die alte Schachtschleuse aufgrund ihrer begrenzten Größe nicht aufnehmen kann.




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