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Eilsener Tschernobyl-Hilfe unter anderem im Partnerdorf Swonez /Überall herzliche Gastfreundschaft genossen

Reise nach Weißrussland: Spenden persönlich überbracht

Bad Eilsen. Gleich zweimal reisten kleine Delegationen der Bad Eilser Tschernobylhilfe aus der evangelischen Kirchengemeinde Bad Eilsen in die vestrahlte Region nördlich des vor 20 Jahren havarierten Atomkraftwerkes. Während im Mai acht Mitglieder der Initiative vor allem ihre Familien im Patendorf Swonez besuchten, für etwa 3000 Euro Lebensmittel vor Ort einkauften und an 150 Familien verteilten, kehrten zum Wochenende vier Vertreter der Bad Eilser Kirchengemeinde aus Weißrussland zurück, die eine ganze Reihe von Aufgaben zu erledigen hatten.

veröffentlicht am 05.08.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:22 Uhr

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Urda Wittich, Elfriede Stuckert, Hanno Teuber und Fritz Winkelhake begaben sich bei der großen Hitze auf die etwa insgesamt 3850 Kilometer lange Reise per Leihwagen der Firma mobile partners. Zunächst fand ein Treffen mit den Vorsitzenden der Selbsthilfeorganisationen der ehemaligen KZler, Auschwitzüberlebenden und Zwangsarbeiter in Minsk statt. Hier konnten die gastfreundlichen, dankbaren alten Damen dieser Initiativen von den Bad Eilsern das Spendengeld entgegennehmen, das am 17. Juni bei der Veranstaltung zum Gedenken an das Leiden und Sterben der Zwangsarbeiter während der NS-Zeit in der Region zusammenkam und das noch von der Geschichtswerkstatt der Herderschule Bückeburg aufgestockt wurde. Mit dem Geld soll erkrankten und verarmten alten Weißrussen geholfen werden, die hier in den vierziger Jahren unter der Naziherrschaft als Arbeitssklaven litten. Die "Präsidentinnen" dieser Stiftungen luden die vier Schaumburger auch privat zu sich ein und zeigten deutlich ihre Freude über die Hilfsprojekte der Eilser und Bückeburger. Gemeinsam unternahm man einen Ausflug in die Minsker Schweiz und vertiefte die schon seit Jahren bestehende Freundschaft. An alle Bekannten in Schaumburg wurden liebevolle kleine Geschenke und Grüße mitgegeben. Dankbarkeit und Liebe dieser früheren Opfer deutscher Nazigräuel empfanden die Eilser auch als kleine Entschädigung für ihren Einsatz und die beschwerliche Reise. Im Patendorf Swonez erwarteten die Lehrer und Kindergärtnerinnen die deutschen Besucher schon voller Vorfreude. Ein reichhaltiger Frühstückstisch begrüßte die Reisenden jeden Morgen. Es gab private Einladungen in Familien und einen toll geplanten Abend im Wald mit Liedern, Tanz, Spiel, einer gemeinsam gekochten Fischsuppe und einer Grill-Mahlzeit. Die Schule freute sich über eine Aufbesserung ihrer Lern-Medien. Der Kindergarten erhielt dringend benötigte neue Möbel für die Vorschule. Weiter ging es mit Besuchen in den Krankenhäusern des Patenbezirkes. Im Krankenhaus Dovsk und der Medizinischen Dorfstation Illitsch übergab man Hilfsmittel für die medizinische Versorgung. Besonders in Illitsch, dem Heimatdorf der langjährigen Betreuerin und Dolmetscherin der Gastkinder, Soja Nikiforowa, war die liebevolle Betreuung der Deutschen unbeschreiblich. Wird fortgesetzt

Diese Knipse in Swonez haben neue Möbel und Mediengeräte für ihre Schule erhalten.



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