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Bückeburg legt mächtig vor, Stadthagen holt gekonnt auf – am Ende steht es 4:4

Remis im Schaumburger Schachderby

Bückeburg (rd). Der Mannschaftskapitän des Bückeburger Schachvereins, Frank Minde, zuckte etwas ratlos mit den Achseln: „Soll ich mich über den Punktgewinn im ersten Spiel nun freuen oder ärgern … ich weiß es nicht so richtig.“

veröffentlicht am 02.11.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 16:41 Uhr

Die nackten Fakten sehen so aus: Stadthagen ist aufgrund von Personalproblemen nur mit sieben Spielern angetreten, somit ist Bückeburg gleich mit 1:0 in Front gegangen. Fatos Mehmeti stand gegen Alexander Nolte eigentlich schon klar auf Verlust, konnte seinen Gegner dann aber mit einer überraschenden Mattkombination bezwingen.

Carsten Konczak überzeugte sich nach einem Rundblick über alle Bretter über die Bückeburger Stellungsvorteile und gab seine Partie gegen Müsing Remis.

Die Bückeburger waren also eigentlich auf der Siegerstraße. Doch Stadthagen schlug zurück.

Martin Voß verlor gegen Gerland, Frank Minde gegen Matulinski und Walter Zürik gegen Rocco Lavella. Plötzlich hatte sich das Blatt gewendet, Stadthagen liegt 3,5:2,5 in Front. Der erfahrenste Bückeburger Wolfgang Blum stellte dann allerdings am achten Brett durch einen lockeren Pflichtsieg über Winfried Mensching den Ausgleich wieder her.

3,5 zu 3,5! Am ersten Brett blieben nun nur noch Friedmar Schirm und Sebastian Plischki übrig, um dem spannenden Spiel eine Entscheidung zu geben. Der Bückeburger Schirm hatte einen deutlichen Materialvorteil in Form einer „Qualle“, das heißt, er besaß einen Turm gegen eine Leichtfigur mehr. Doch aufgrund der Struktur der Positionen ist ein Sieg dann doch nicht möglich gewesen.

Nochmal Frank Minde: „Gegen sieben Leute muss man normalerweise gewinnen.“ Okay, abgehakt.

Am 31. Oktober spielen die Bückeburger in der Begegnungsstätte um 10 Uhr gegen die Schachfreunde Hannover 2. MInde. „Genau wie wir; haben sie ihr erstes Spiel mit 4:4 Remis bestritten, aber von der Papierform sind sie natürlich Favorit.“ Der Durchschnittswert des Rankings beträgt bei den Schachfreunden 1920 und bei den Bückeburgern 1885.

Bleibt nachzutragen: Die Zweitvertretung der Bückeburger schlug in der Bezirksklasse Garbsen-Marienwerder 2 mit 5:3: Und auch die Mannschaft Bückeburg 3 konnte mit einem 6:2 gegen Calenberg punkten.




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