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Hochwasser in Apelern: Nach etlichen Jahren wird jetzt an einer Lösung getüftelt

Riesbach schlägt weiterhin hohe Wellen

Apelern (par). Die starken Regenfälle und der schmelzende Schnee haben den Riesbach in Apelern am vorvergangenen Wochenende erneut zum Überlaufen gebracht (wir berichteten). Nachdem sich ein Mitarbeiter des zuständigen Unterhaltungsverbandes anschließend vor Ort einen Überblick verschafft hatte, weist dieser Versäumnisse von sich. Ein Ingenieurbüro soll jetzt eine Lösung auf den Weg bringen, damit das Problem nach etlichen Jahren behoben wird.

veröffentlicht am 15.02.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 17:42 Uhr

„Das Bachbett ist einfach zu eng, sodass der Riesbach immer ein Nadelöhr sein wird“, erklärte Heinrich Oppenhausen, Bürgermeister der Gemeinde Apelern, der sich noch an eine Anwohnerversammlung im Jahr 2002 erinnert, als das Thema gemeinsam mit dem Unterhaltungsverband 53 besprochen wurde.

Seitdem sind elf Jahre vergangen, doch das Problem ist geblieben. Jetzt allerdings könnte es zu einem Durchbruch gekommen sein. „Sobald das kürzlich beauftragte Ingenieurbüro eine Machbarkeitsstudie vorlegt, wird es eine Anliegerversammlung geben“, sagte Oppenhausen, der die Betroffenen versteht und ebenfalls hofft, dass es eine zeitnahe Lösung geben wird. „Derzeit sehe ich nur Spundwände als eine Option. Dafür müsste man aber erhebliche Eingriffe in der Natur vornehmen, was wiederum von vielen nicht befürwortet werden würde.“

Enttäuscht zeigte sich der Bürgermeister darüber, dass der Hochwasserschutz im Zuge des Dorferneuerungsprogramms keine Berücksichtigung fand. „Wir hätten das Fördergeld gerne dafür genutzt und haben uns Hoffnungen gemacht“, so Oppenhausen, der wenig später erfahren musste, dass eine derartige Maßnahme nicht in das Anforderungsprofil für die Dorferneuerung des Landes Niedersachsen hineinpasse.

Frank Faber, Mitarbeiter des zuständigen Unterhaltungsverbandes 53 West- und Südaue, stellte unterdessen klar, dass es keinerlei Versäumnisse von seiner Seite aus gegeben habe. „Die Bäume werden regelmäßig zurückgeschnitten. Im Bach gibt es keine Äste oder Bäume, die feststecken“, so Faber, der den Riesbach persönlich abgegangen ist. Der Hochwasserschutz falle nicht in den Aufgabenbereich des Unterhaltungsverbandes.




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