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Gemeinde will Abhilfe schaffen

Riesbachbett zu eng: Wasser auf der Fahrbahn

Apelern (bab). Der Riesbach macht der Gemeinde Apelern zu schaffen. Auf einem Teilstück gibt es immer wieder Überschwemmungen. Der Rat der Gemeinde Apelern lässt jetzt untersuchen, wie Abhilfe geschaffen werden kann.

veröffentlicht am 21.10.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 00:41 Uhr

An der Brücke Auf der Mede wird der Riesbach wieder ruhig. Der G

„Das Bachbett ist an vielen Stellen einfach zu eng“, glaubt Apelerns Bürgermeister Heinrich Oppenhausen (SPD) und zeigte zusammen mit den Ratsmitgliedern die kritischen Stellen an der Straße Am Riesbach. Die Gemeinde hatte den Landschaftsarchitekten Georg von Luckwald hinzugebeten, um sich bei einem Ortstermin beraten zu lassen.

Bei starkem oder lang anhaltendem Regen sowie bei Hochwasser komme es zu Überschwemmungen der Straße. Die Anwohner werden in ihren Häusern abgeschnitten und die Grundstücke überschwemmt. Eindrucksvolle Fotos hatte Oppenhausen zum Beweis mitgebracht. Auch die Kanäle seien betroffen. Wenn es ganz schlimm komme, gebe es in den Abwasserleitungen Rückstaus bis zum Marktplatz. Nun solle endlich eine Lösung gefunden werden, da seit zwei Jahren im Haushalt der Gemeinde 5000 Euro Planungskosten vorgesehen seien, um ein Konzept gegen die Überschwemmungen zu erarbeiten.

Landschaftsarchitekt Georg von Luckwald aus Hameln erklärte, dass geklärt werden müsse, wo genau das Schadenspotenzial liege und wie groß es sei. Zweitens müsse ermittelt werden, was im Einzugsbereich des Gewässers getan werden könne, um die Situation an der kritischen Stelle Am Riesbach zu entschärfen. Drittens könnten die Probleme auch punktuell angegangen werden. Dabei ginge es „bautechnisch um eine Menge Geld“, ließ von Luckwald die Gemeinde wissen. Er nannte je nach Aufwand Summen von 50 000 bis 150 000 Euro. Für konkrete Aussagen müsse der Bereich aufgemessen werden. „Wir müssen die Relation im Auge behalten.“ Außerdem sei zu bestimmen, für welches Hochwasserereignis der Schutz ausgelegt werden solle – eines, das alle 50 oder alle 100 Jahre eintrete.

„Hier ist schon alles überschwemmt, wenn es nur ein paar Tage lang regnet“, klagte Oppenhausen. Das passiere vier-bis fünfmal pro Jahr. „Wir müssen auch gucken, wo das Fremdwasser herkommt“, war CDU-Fraktionssprecher Börries von Hammerstein wichtig. Wie Jörg Döpke von der Verwaltung erklärte, seien die Schmutzwasserschächte wegen der Hochwasserereignisse bereits versiegelt worden. Cord-Heiner Becker (CDU) stellte außerdem fest, dass die Pläne und Daten, die der Landkreis ausgegeben habe, „überhaupt nicht mit der Praxis übereinstimmt“. „Die Dinger haben Fehler“, bestätigte von Luckwald. Doch der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft und Küstenschutz (NLWKN) könne die Gebiete um die zahlreichen Gewässer in Niedersachsen nicht derart detailliert erfassen.

Der Rat einigte sich, den Planungsauftrag zu vergeben, um Vorschläge für Hochwasserschutzmaßnahmen zu bekommen. Eine Verbreiterung des Bachbettes ist schwierig. Wie der Bürgermeister erläuterte, reiche dazu die öffentliche Fläche stellenweise nicht aus. An der Straßenbreite könne auch nichts geändert werden. Von Luckwald will nun „Stück für Stück die Engpässe ermitteln“. Das gehe am besten, wenn die Ufergewächse laubfrei seien. So soll das Problem in Apelern demnächst angegangen werden.




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