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Baufirma seit einer Woche verschwunden / Haster befürchtet erhebliche Verzögerungen / Komplettes Aus für den Radweg nach Wunstorf?

Riesenloch im nagelneuen Radweg – da droht Gefahr bei Dunkelheit

Haste (tes). Im Frühsommer hat der ersehnte Bau des Fuß- und Radweges an der Bundesstraße 442 zwischen Haste und Wunstorf begonnen. „Der Betonweg wurde flott erstellt“, berichtet Jürgen Schumacher. Aber: Kaum schien die Fahrbahn geschlossen zu sein, stellte der Haster bei einer Fahrradtour nach Wunstorf fest, dass die Betonplatten in einem Teilbereich wieder aufgenommen worden sind.

veröffentlicht am 09.12.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 21:41 Uhr

Der Unterbau der in Betonbauweise erstellten Trasse, die hinter der Brücke über den Mittellandkanal rechts neben der Bundesstraße am Waldrand verläuft, wurde auf einer Länge von etwa 200 Metern um etwa einen Meter verbreitert. „Ich vermute, dass der Seitenraum verstärkt werden musste“, erklärt Ingenieur Schumann, „der Fahrradweg grenzt direkt an ein Feuchtgebiet.“ Allerdings sei seit einer Woche auch dort kein Fortschritt mehr zu bemerken. Von der Baufirma habe er niemanden mehr gesehen.

Zudem klaffe seit zwei Monaten eine etwa sechs Meter lange Baugrube auf der Strecke. Eine Gesamtnutzung der etwa drei Kilometer langen Verbindung zwischen Haste und der Region Hannover ist noch nicht möglich. Viele Fahrradfahrer weichen an dieser Stelle auf die Fahrbahn aus. Besonders bei Dunkelheit ein gefährliches Unterfangen. Offiziell freigegeben ist der Radweg ohnehin noch nicht. Schumacher vermutet, dass es bei der Abnahme Probleme gegeben habe und die Baufirma auf ihr Geld warte. Der Haster Bürger befürchtet jetzt erhebliche Verzögerungen bei der Fertigstellung. „Wenn wir Frost bekommen, kann bis zum Frühjahr nicht weiter gearbeitet werden.“

Ende Mai hatte Geschäftsführer Joachim Ernst von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Hannover, auf Anfrage angekündigt, die knapp eine Million Euro teure Baumaßnahme könne innerhalb von sechs Monaten abgeschlossen sein. Als Zielvorgabe nannte Ernst, die Arbeiten sollten in diesem Jahr fertiggestellt werden – wenn sich keine Probleme bei der Abwicklung einstellen.

Hastes Bürgermeister Sigmar Sandmann ist von der aktuellen Entwicklung bei den Bauarbeiten am Radweg Richtung Wunstorf ebenfalls überrascht worden. Ihm sei bereits aufgefallen, dass die kürzlich verlegten Betonplatten wieder abgeräumt worden sind, sagte er im Pressegespräch. Zu den Gründen habe die Gemeinde jedoch keine Informationen erhalten. Wie viele Bürger hoffe aber auch er, dass der Radweg wie geplant dennoch dieses Jahr fertig wird.




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