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Rinteln: SEK-Einsatz bei Abschiebung im Bahnhofsweg

Rinteln. Eine für heute früh anberaumte Abschiebung eines 27-jährigen Asylbewerbers aus Nigeria hat den Einsatz eines Sondereinsatzkommandos (SEK) nach sich gezogen. Als der Mann zunächst von der Polizei Rinteln angetroffen wurde und ihm mitteilte, dass er abgeschoben werden soll, habe er plötzlich zwei Messer ergriffen und sie sich jeweils mit der Spitze an Brust und Bauch gehalten. Er drohte, sich umzubringen, sollte die Maßnahme durchgesetzt werden. Der Mann verschanzte sich in einer Zimmerecke hinter Mobiliar, so dass ein Zugriff ohne Fremd- oder Eigengefährdung nicht möglich war. Daher wurde durch die Einsatzkräfte das SEK und Rettungskräfte angefordert.  

Nach Eintreffen des SEK erfolgte der Zugriff. Dabei wurde ein sogenannter Taser eingesetzt, wodurch der Suizident kurzfristig handlungsunfähig gemacht werden sollte. Trotzdem ist es dem Mann offenbar gelungen, sich mit zwei Messerstichen im Brustbereich zu verletzen.

Durch die Mitarbeiter der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen wurde die Abschiebung abgebrochen.

Nach Behandlung durch den Notarzt vor Ort wurde festgestellt, dass es sich bei den Stichen nicht um lebensgefährliche Verletzungen handelte.  Unter polizeilicher Bewachung wurde der Verletzte mit einem RTW ins Krankenhaus nach Stadthagen gefahren. Nach abschließender medizinischer Versorgung soll eine Überstellung in eine geeignete psychiatrische Einrichtung erfolgen.

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veröffentlicht am 25.02.2016 um 14:52 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 16:22 Uhr




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