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Fast 1800 Fans feiern im Steinbruch des Besucher-Bergwerks eine Techno-Party

Ritterschlag für „Stonebreaker“

Kleinenbremen. „Super Party.“ Wenn die drei Discjockeys von DBN aus Hamburg so etwas sagen, ist es wie ein Ritterschlag. „Die waren total begeistert“, freut sich Martin Weber (Minden), zusammen mit dem Petershäger Christoph Kuhlmann zum fünften Mal Veranstalter des „Stonebreaker“.

veröffentlicht am 14.07.2015 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 03:41 Uhr

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DBN, am Samstag Top-Act auf der Hauptbühne im Steinbruch des Kleinenbremer Besucher-Bergwerks, kennen sich aus in der Techno-Szene. Sie haben schon beim belgischen „Tomorrowland“-Festival Musik gemacht, mit 360 000 Besuchern weltweit die wohl größten Veranstaltungen ihrer Art. Von der Größe kann Kleinenbremen da nicht mithalten, doch die Location gilt als einmalig, die Veranstaltung als „das“ Event in Ostwestfalen-Lippe. Hitverdächtig sind auch die professionellen Lichteffekte.

„Wir haben mehr Technik, mehr Licht, mehr Sound aufgebaut als je zuvor“, erklärt Martin Weber. Insgesamt legten beim „Stonebreaker“-Festival 20 DJs elektronische Musik auf, fast 1800 Fans tanzten auf dem Freigelände, im Wiegehaus und dem Kompressorraum, wo die Party bis 6 Uhr dauerte.

Aus Sicherheitsgründen ist die Zahl der Teilnehmer auf 1800 begrenzt – inklusive 40 Mann Personal. „Aber wir würden 3500 Leute auf das Gelände bekommen und könnten das auch managen“, betont Weber. Sein Fazit: „Wir sind begeistert. Ausverkauft, kein Stress, tolle Stimmung, wenig aggressive Leute - von Einzelfällen abgesehen. Negative Meldungen von Anwohnern haben wir nicht bekommen.“

Mirko Ignatz, Geschäftsführer von Besucher-Bergwerk und Museum, ist ebenfalls nichts dergleichen bekannt. Trotzdem plant Ignatz, der im Fall des Festivals als Vermieter auftritt, für 2016 einen „Runden Tisch“, um die Bevölkerung, örtliche Politiker, Vereine und Kritiker stärker einzubinden. Dazu soll dann auch Publikum eingeladen werden.

Kritisiert wird im Internet, dass es nur Dixi-Klos gibt. „Für einen Toilettenwagen fehlt im Steinbruch der Ablauf für Abwasser“, erklärt Weber. Die WCs im Museum stehen nicht zur Verfügung. Erstens sind es zu wenig. Zweitens läuft der Museumsbetrieb am nächsten Tag nicht reibungslos, wenn in den Klos noch geputzt wird.

Um Chaos beim Parken zu verhindern, hatten die Veranstalter Flatterband gespannt und Straßensperren errichtet. „Mehr“, so Martin Weber, „kann man nicht machen.“




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