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Noch knapp zwei Wochen sollen vergehen, bis Eg Witts Skulptur am E-Center-Kreisel enthüllt wird

„Rocki“ steht – im Pullover – auf dem Podest

Bückeburg (thm). Für etwas mehr als eine Stunde ist gestern Mittag der Verkehr auf der Straße Weinberg zwischen Röcke und Bückeburg ins Stocken geraten. Der Grund: „Rocki“ hat mitten im Kreisverkehr vor dem neuen E-Center Stellung bezogen. Doch noch trägt die Skulptur einen „Pullover“. Einige Arbeiten sind noch nötig, bis die Plastik des Rintelner Bildhauers Eg Witt – voraussichtlich gegen Ende der kommenden Woche – enthüllt werden wird.

veröffentlicht am 13.10.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 20:21 Uhr

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Gegen 11.30 Uhr waren ein Tieflader und ein Autokran der Mindener Niederlassung der Autorent GmbH am Weinberg angerückt, außerdem Mitarbeiter des Bauamtes und des Bauhofs der Stadt Bückeburg sowie Personal des Rintelner Unternehmens Sander Maschinenbau GmbH & Co. KG. Es galt, Rocki aufs Podest zu hieven. Genauer, aufs Fundament zu setzen, denn das Podest ist fest mit der feuerroten Stahlfigur verbunden. Rocki ist ein Schwergewicht, bringt locker drei Tonnen Gewicht auf die Waage. Mit dem großen Kranwagen war der Kraftakt ein Klacks.

Nach wenigen Minuten hatte Rocki Fuß gefasst, waren die 16 Edelstahlbolzen über spezielle, schnell aushärtende Flüssigdübel mit dem unteren Fundament verbunden. Nach etwas mehr als einer Stunde konnten die Bauhofmitarbeiter die beiden Behelfsampeln, die Warnbarken und die Pylone, mit denen die Baustelle abgesichert worden war, wieder beiseite räumen.

Bereits heute soll der Sockelfuß einbetoniert werden. Außerdem müssen noch die Kabel für die beiden Lampen verlegt werden, mit denen das Kunstwerk künftig nächstens angestrahlt werden soll. Um die Sache abzurunden, wird dann noch etwas Mutterboden angeschüttet, in den anschließend ein pflegeleichter Bodendecker gepflanzt wird.

Wie Eg Witt erläuterte, weist Rocki durchaus wetterfeste Qualitäten auf. „Vier Zinkgründe, wie man sie im Schiffsbau verwendet, bilden den Untergrund für die Lackierung“, erklärt der Künstler. Drei Schichten Lack versiegeln die zwischen zehn und 20 Millimeter dicken Stahlplatten, aus denen Sander-Arbeiter die Skulptur nach Vorgaben Witts in etwa einer Woche zusammengesetzt haben. „Die betreuen das Objekt bis zum Aufstellen, ein wunderbarer Service“, schwärmt Witt, der seit mehr als 30 Jahren mit den Rintelner Spezialisten zusammenarbeitet.

Beim vorgegebenen Thema Tanz dürfe die „Leidenschaft schon groß“ sein, erklärt der Künstler die Auswahl der Farben, in denen Rocki tagsüber auch ohne Beleuchtung strahlen wird. Laienhaft gesprochen reicht das Spektrum von feurigorange bis knallrot. Der Fachmann würde das präziser formulieren und darauf hinweisen, das sämtliche Farben der RAL-Farbnorm folgen. Leidenschaft verspricht auch Rockis schwungvolle Gestalt. Diese allerdings verbirgt sich derzeit noch hinter einer dicken, schützenden Fliesverpackung. Aber erahnen kann man das der Skulptur innewohnende Temperament schon jetzt. Da scheinen die Formen zu fliegen, wie den Trachtenmädchen die Röcke fliegen. Oder Breakdancern die Nylonblousons. So schlägt das Kunstwerk elegant einen Bogen von der Tradition hin zur Moderne. Rocki, das klingt nicht nur nach Röcke, sondern auch nach rockig – aber das nur am Rande.

Wann nun Rocki sein mausgraues Kleid verlieren wird, ist im Augenblick noch offen. Länger als ein, zwei Wochen wird’s aber kaum dauern, bis die Stadt Bückeburg zur feierlichen Enthüllung des Kunstwerkes schreiten wird.




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