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Auebrücke soll erhalten werden

„Rolfshagen Aktiv“ wendet Problem mit Finanzamt ab

ROLFSHAGEN. Auf der Jahreshauptversammlung von „Rolfshagen Aktiv“ war die Fußgängerbrücke zwischen Rolfshagen und Bernsen erneut eines der Hauptthemen. Abgewendet werden konnte ein Problem mit dem Finanzamt. In seinem Jahresbericht zeigte sich der Vorsitzende, Siegbert Held, sehr zufrieden mit dem in 2017 Erreichten.

veröffentlicht am 08.03.2018 um 18:13 Uhr

Autor:

Luis Böhm
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ROLFSHAGEN. Neben der Förderung eines großen Sonnenschirms für den Kleinkinderbereich im Freibad gehörten die Errichtung eines Blockbohlenhauses für das Familienzentrum und die Wiederherrichtung der dörflichen Boulebahn zu den größeren Leistungen des Vereins. In der Angelegenheit der Restauration der Turmuhrziffernblätter und der Schallfenster (wir berichteten) richtete Held auch ein Dankeschön an Bürgermeister Heinz Kraschewski und die Gemeinde Auetal.

Wie später auch Schatzmeisterin Corinna Miksch bestätigte, war auch der jährliche Weihnachtsmarkt wieder ein voller Erfolg: „Wir haben im letzten Jahr gut gewirtschaftet, nun gilt es, das Angehäufte wieder gut zu verwenden.“ Einige Projekte seien in Planung. So wolle man neue Bänke an der Boulebahn organisieren und sich auch an der Aufwertung des Multiplatzes beteiligen.

Großes Thema in der Jahresversammlung war die Neufassung der Satzung. Wie Siegbert Held berichtete, war der zuständigen Sachbearbeiterin des Finanzamtes aufgefallen, dass die bisherige Satzung in Punkten wie der Gemeinnützigkeit nicht mehr der 2008 verabschiedeten Mustersatzung entsprach. Besonders kritisch wurden in diesem Zusammenhang die Gewerbeschau und auch der traditionelle Weihnachtsmarkt gesehen. „Für uns ist besonders der Weihnachtsmarkt Brauchtumspflege und unverzichtbar“, so Corinna Miksch. Einer schriftlichen Aufforderung durch das Finanzamt, freiwillig auf die Gemeinnützigkeit in seiner Satzung zu verzichten, da ansonsten die Entziehung drohen würde, kam man nicht nach. Ein Rechtsanwalt wurde eingeschaltet: „Die Gemeinnützigkeit ist uns ein zentrales Anliegen. Es stand für uns nie zur Debatte, dieses aufzugeben“, so Held. Letztlich zeigte sich das Finanzamt zugänglich, und man konnte zusammen mit dem Amtsgericht eine neue Satzung erarbeiten, die nun in allen Punkten der gültigen Mustersatzung entspricht. „Wir haben lange Zeit darauf viel Energie verwenden müssen, die wir im Jahr 2018 hoffentlich für andere Dinge nutzen können“, so Held abschließend.

Wie deutlich wurde, wird wohl auch in diesem Jahr die Fußgängerbrücke zwischen Rolfshagen und Bernsen ein tragendes Anliegen des Vereins sein. Die Brücke über die Aue ist mit der Zeit immer maroder und baufälliger geworden. Nun stellt sich aber seit geraumer Zeit ein Problem der Zuständigkeit. Je ein Widerlager liegt in Bernsen und Rolfshagen. Die Gemeinde fühlt sich nicht zuständig. Bürgermeister Kraschewski sagte Bereitschaft zur Unterstützung der Dorfgemeinschaften zu, die Kosten müsste jedoch „wer anderes“ tragen.

Jörg Bredemeier war erneut einer der Wortführer in dieser Angelegenheit und machte sich für eine baldige Sanierung stark: „Die untersten Querverstrebungen fehlen mittlerweile komplett. Besonders für kleine Kinder ist das ziemlich gefährlich.“ Alle Anwesenden waren sich darin einig, dass die alte Brücke zum Dorf gehört und daher unbedingt erhalten bleiben muss.

Im Rahmen der turnusmäßigen Wahlen gab es nur eine Änderung: Nach jahrelangem Engagement wurde Michael Braun als Beisitzer verabschiedet, er bleibt aber nach eigener Aussage der Sache des Vereins erhalten und hilft weiterhin gerne. Seinen Platz wird künftig Markus Aldag einnehmen.




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