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Python und Elefantenhund zum Anfassen

"Rollender" Zoo bringt Abwechselung ins Heim

Bad Eilsen (sig). Sich zwei große Schlangen um den Hals zu legen - dazu gehört schon etwas Mut. Wer mit diesen Tieren arbeitet, hat sicherlich kein Problem damit. Aber dass zwei Mitarbeiterinnen des Senioren-Domicils das jetzt unerschrocken schafften, verdient schon einigen Respekt. Gelegenheit zu einer solchen Mutprobe bekamen die Pflegedienstleiterin Ina Gruner und Heidrun Stotko während eines Gastspiels des "Rollenden Zoos" der Fam ilie Tränkler.

veröffentlicht am 08.07.2008 um 00:00 Uhr

"Diese Tiere sind nicht giftig. Es sind nur Würgeschlangen, die ihre Opfer erdrücken und dann auffressen", lautete die "beruhigende" Auskunft. Die beiden Frauen hielten durch, zumal die Tierpfleger darauf hinwiesen, dass sie diese bis zu zweieinhalb Meter langen Tiere selbst aufgezogen und domestiziert haben. "Wir haben aber zur Vorsicht unsere Kaninchen in Sicherheit gebracht", versicherte eine Heimmitarbeiterin. Die wären möglicherweise ein Appetithappen für die Schlangen gewesen, zu denen auch eine Tigerpython gehörte. Dass ein Zoo mit einer Vielzahl exotischer Tiere auf Reisen geht und ein Heim besucht, ist zumindest ungewöhnlich. Für die Familie Tränkler gehört das jedoch zum Alltag, denn sie ist schon seit 43 Jahren auf diese Weise unterwegs. In Bad Nenndorf besitzt sie ein größeres Gelände, auf dem die Tiere die Freiheit genießen können. Dass man ein Stachelschwein durchaus streicheln kann, hätten die meisten Zuschauer nicht für möglich gehalten. Die Geschwister Martin und Angela Tränkler bewiesen das Gegenteil. Keine Angst löste auch ein Brillen-Kaiman aus. Dieses Babykrododil aus dem Amazonas besaß noch keine gefährlichen Ausmaße. Es kann aber immerhin bis zu drei Meter lang werden, und dann geht man ihm besser aus dem Weg. Eine Begegnung mit einer Landschildkröte ist da wesentlich ungefährlicher. Sie vertilgt nur Gräser und Früchte, kann aber immerhin bis zu 125 Jahre alt werden. Streicheleinheiten auf dem dicken Panzer werden diese schwergewichtigen Brocken kaum spüren. Schier unerschöpflich schien das Kontingent dieser exotischen Tiere zu sein, die der fahrende Zoo mitgebracht hatte. Dazu gehörten unter anderen ein Skunk, Rhesusaffen, ein Waschbär und ein afrikanischer Elefantenhund, der seinem Namen keine Ehre macht, weil er eher eine Miniatur ist. Ganz sicher: Spaß hat dieses Gastspiel allen Zuschauern gemacht, zumal dabei auch umfangreiches Wissen über die Lebensgewohnheiten dieser Tiere vermittelt wurde.




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