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Gesprächsabend der Kirchengemeinde über biblisches Gleichnis

Rückkehr des verlorenen Sohnes

Hagenburg (aw). Unter dem Motto „Zurück ins Leben“ haben sich Interessierte im Gemeindehaus Hagenburg zu einem Gesprächsabend getroffen. Im Mittelpunkt stand dabei das biblische Gleichnis vom verlorenen Sohn.

veröffentlicht am 08.11.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 01:22 Uhr

Pastor Axel Sandrock diskutierte mit zehn Teilnehmern über die Geschichte aus dem Lukas-Evangelium. Demnach hatte sich der jüngere von zwei Söhnen sein Erbteil auszahlen lassen und war fortgegangen. Er verprasste jedoch das Geld und konnte sich nicht einmal mehr etwas zu essen leisten. Daher entschied er sich, reumütig zum Vater zurückzukehren und für ihn als Tagelöhner zu arbeiten. Der Vater aber empfing seinen Sohn herzlich und mit einem großen Fest, sehr zum Unmut des älteren Bruders.

„Wir wollen eine Atmosphäre schaffen, in der wir uns gegenseitig öffnen können“, erklärte Sandrock die Idee für die Gesprächsabende. Ziel sei es, „Glaubensfragen ins Bewusstsein zu heben“.

Das Gleichnis handle von der Rückbesinnung auf den Sohn, meinte Ulla Thürnau-Freitag. Nachdem er so tief gefallen sei, dass er nicht einmal mehr das zu essen bekam, was die Tiere bekommen, habe sich der Sohn daran erinnert. „Er hat das Gefühl: Nach Hause kann ich immer.“

Nachdem sich die Runde zunächst mit dem Text selbst befasst hatte, erzählten die Teilnehmer die Geschichte in eigenen Worten nach und hinterfragten das Verhalten sowohl der beiden Söhne als auch des Vaters. „Warum ist es so schwer, mit Schuld umzugehen?“, fragte Sandrock in die Runde, und bot selbst eine mögliche Lösung. Es falle dem Menschen schwer, eigene Schuld einzugestehen und Kritik einzustecken. „In der Geschichte hat der Sohn niemanden, der ihn kritisiert“, so Sandrock. „Gott weiß, wie Schuld in uns rumort.“

Doch nicht nur die Schuldfrage war ein Thema. Die Teilnehmer konnten in dem Gleichnis auch Aspekte ihrer eigenen Lebensgeschichte wiederfinden. Von einer Scheidung war da die Rede, von Geldsorgen, dem eigenen Wert und der Familie als Auffangnetz.

Die Diskussion stellt nach Angaben der evangelischen Kirchengemeinde Altenhagen-Hagenburg den Auftakt einer Reihe von Gesprächsabenden dar. Die Gruppe trifft sich wieder am 7. Dezember, am 4. oder 18. Januar sowie am 1. Februar, jeweils um 20 Uhr im Gemeindehaus. Anmeldungen unter (0 50 33) 76 27.




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