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Schreiben in Rodenberger Briefkästen bezichtigen Mann der Unterschlagung von 70 000 Euro

Rufmord: Ex-Postmitarbeiter wird denunziert

Rodenberg (bab). Ein pensionierter Postmitarbeiter aus Rodenberg ist in anonymen Schreiben denunziert worden. Der unbekannte Verfasser hat seine Anschuldigungen in privaten Briefkästen an der Langen Straße und der Suntalstraße hinterlassen. Die Polizei fahndet nun nach dem Urheber wegen Verleumdung.

veröffentlicht am 30.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 07:22 Uhr

Wie Manfred Neumann von der Rodenberger Polizeidienststelle mitteilt, behaupte der Verfasser des Schreibens, das handschriftlich ausgearbeitet und kopiert worden sei, der ehemalige Postmitarbeiter habe Geld unterschlagen. Der Pensionär, den er namentlich nennt, soll vor seinem Ruhestand 70 000 Euro aus einem versiegelten Einschreibebrief entwendet haben. Diese Anschuldigungen entbehrten jeglicher Grundlage, hat die Polizei nach ihren ersten Ermittlungen herausgefunden. So suchen die Beamten jetzt nach dem anonymen Schreiber wegen Verleumdung und übler Nachrede.

Der erste Brief, von dem die Polizei erfuhr, tauchte am Montag, 25. Oktober, um 21.45 Uhr im Hausflur eines Einwohners auf. Da dessen Briefschlitz in der Tür angebracht ist, entdeckte er den DIN-A5-Zettel beim Gang über den Korridor. Am 26. Oktober fischte ein Bürger frühmorgens eine weitere Kopie aus seiner Post. Letzte Zettel wurden am 27. Oktober in Hausbriefkästen entdeckt. „In fast jedem Haushalt an der Langen Straße und an der Suntalstraße“ seien die Schreiben gelandet, berichtet Neumann. „Wir tappen wirklich noch im Dunkeln“, sagt er über Motiv und Täter.

Der beschuldigte Pensionär sei seit 2004 im Ruhestand und keine Person des öffentlichen Lebens in Rodenberg. Es sei „absolut nicht nachzuvollziehen“, mit welcher Absicht und aus welchen Gründen der Mann nun verleumdet werde.

Da eine „flächendeckende Verteilung“ des Schreibens innerhalb der Stadt erfolgt sei, ist für die Polizei nicht auszuschließen, dass der Verteiler gesehen wurde. Handschrift und Duktus des Textes lassen für die Polizei den Schluss zu, dass es sich bei dem Verfasser um eine ältere Person handeln könnte.

Wer Hinweise zu dem Fall geben kann, wird gebeten, sich bei der Dienststelle in Rodenberg unter Telefon (0 57 23) 91 33 33 oder im Kommissariat Bad Nenndorf, 9 46 10, zu melden.




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