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Gewerkschaft will Lohnsteigerung von 5,5 Prozent

Rund 700 Metaller streiken in Schaumburg

Landkreis. Mehr als 700 Mitarbeiter in der Metall- und Elektroindustrie haben gestern für eine Lohnerhöhung zeitweise die Arbeit niedergelegt. Unter anderem wurden die Unternehmen Faurecia in Stadthagen, ITT Bornemann in Obernkirchen und Hautau in Helpsen bestreikt. Bereits am Donnerstag hatte es bei der Firma Lühr Filter in Stadthagen eine Arbeitsniederlegung gegeben. Auch in der benachbarten Region Hannover und dem Landkreis Hameln-Pyrmont haben Hunderte Metaller die Arbeit ruhen lassen, so etwa bei Brugg Rohrsysteme in Wunstorf.

veröffentlicht am 30.01.2015 um 18:44 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:31 Uhr

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Aufgerufen zu diesem Ausstand hatte die IG Metall. Die Gewerkschaft wollte mit diesem Warnstreik ihren Forderungen nach 5,5 Prozent mehr Lohn bei den derzeitigen Tarifverhandlungen Nachdruck verleihen.

„Damit reagieren wir auf das völlig unzureichende Angebot der Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie“, so Thorsten Gröger, der Geschäftsführer der IG Metall Nienburg-Stadthagen. Der Arbeitgeberverband NiedersachsenMetall hatte zuvor ein Lohnplus von 2,2 Prozent angeboten. Die Gewerkschaft will jedoch nicht nur 5,5 Prozent mehr Lohn, die Arbeitnehmervertreter wollen außerdem eine neue tarifliche Bildungsteilzeit und bessere Regelungen für die Altersteilzeit.

Die IG Metall begründet ihre Haltung mit einer guten konjunkturellen Situation und entsprechenden Aussichten für die kommenden Monate. „Die Wirtschaft ist in einem robusten Zustand, gerade erst hat die Bundesregierung ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr nach oben korrigiert. Da ist für die Beschäftigten ein deutliches Plus drin“, so Gröger weiter.

Der Arbeitgeberverband NiedersachsenMetall beurteilt die Lage jedoch anders: „Die Inflationsrate tendiert gegen null, die konjunkturelle Lage und die Erwartungen in unserer Branche fallen mäßig aus und seit 2012 sind die Reallöhne in der Metall- und Elektroindustrie um fünf Prozent gestiegen. Trotz alledem beinhaltet unser Angebot eine weitere deutliche Reallohnsteigerung von zwei Prozent“, argumentiert Hauptgeschäftsführer Volker Schmidt.




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