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Holger Wienzek aus Kleinenbremen, Champion im Speedrutschen, verteidigt Titel bei Westdeutschen Meisterschaften

Rutschmeister kämpft gegen Hitze und starke Konkurrenz

Bückeburg/Kleinenbremen (jp). Als ihm vergangenes Jahr sowohl im Bückeburger Dr.-Faust-Hallenbad als auch im Stadthäger Tropicana die Qualifikation für die niedersächsische Landesmeisterschaft misslang, hatte Rennrutscher Holger Wienzek aus Kleinenbremen schon für einige Augenblicke ans Aufhören gedacht. Doch bei der diesjährigen Westdeutschen Meisterschaft hat der zweimalige Bückeburger Champion und Europameisterschafts-Siebte von 2008 gezeigt, wie sehr noch mit ihm zu rechnen ist: Vor heimischem Publikum gelang es dem amtierenden westdeutschen Meister, seinen Titel zu verteidigen.

veröffentlicht am 28.07.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 07:41 Uhr

Austragungsort der Westdeutschen Meisterschaften im Speedrutschen war wie im Vorjahr das Badezentrum Porta. Hier hatte Holger Wienzek, der seine Karriere im Speedrutschen 2005 mit seinem zweiten Platz bei der Bückeburger Rutschmeisterschaft gestartet hatte und dort 2006 und 2007 zwei mal in Folge den Sieg holte, vor einem Jahr mit der sagenhaften Rekordzeit von 13,94 Sekunden den begehrten Titel des westdeutschen Rutschmeisters errungen. Schneller hat zuvor und danach noch nie jemand die 105 Meter lange Riesenrutsche durchquert.

Bei der Verteidigung seines Titels in diesem Jahr hatte es der 43-Jährige mit einigen klangvollen Namen als Konkurrenz zu tun: Mit ihm im Wettstreit um den Titel des Westdeutschen Rutschmeisters standen unter anderem Carsten Bücken, Deutscher Vizemeister von 2009 und Finalist bei den Europameisterschaften 2008, Ralf Bornemann, Vorjahresdritter bei den Westdeutschen Meisterschaften, Sven Tobergte, vierter im Finale der niedersächsischen Landesmeisterschaft 2009 und Glenn Heidecker, ebenfalls Europameisterschafts-Finalist von 2008.

Als größter Gegner im Kampf um die Hundertstel-Sekunden auf der Riesenrutsche des Badezentrums Porta erwies sich jedoch das Wetter. Bei brütender Hitze trockneten die Seitenwände der Bahn extrem schnell ab, sodass die Geschwindigkeitskünstler erstmalig mit einem bislang völlig unbekannten Problem zu kämpfen hatten: Verbrennungen. Holger Wienzek: „Die Haut hat beim Rutschen förmlich auf der Rutsche gequietscht. Und das hat natürlich nicht nur geschmerzt, sondern auch enorm Zeit gekostet.“ An ein Knacken seines eigenen Bahnrekords aus dem Jahr 2009 war daher auch nicht zu denken.

Holger Wienzek (Mitte) mit Carsten Bücken (links) und Ralf Bornemann (rechts)

49 Teilnehmer standen im Badezentrum Porta im Wettstreit um die Westdeutsche Rutschmeisterschaft. Gemäß Reglement traten die acht schnellsten von ihnen nach den ersten drei Durchläufen gegeneinander an. Im Halbfinale bekam es Holger Wienzek mit dem erwartungsgemäß enorm starken Ralf Bornemann zu tun, der im ersten Halbfinallauf auch um eine Hundertstelsekunde schneller rutschte als er. Wienzek konnte sich jedoch noch einmal steigern, gewann die nächsten beiden Läufe und somit das Halbfinale.

Im Finale wartete dann Carsten Bücken auf den Kleinenbremer, der bislang die Tagesbestzeit hielt. Nachdem der amtierende westdeutsche Meister und der deutsche Vizemeister von 2009 jeweils einen Lauf für sich entschieden hatten und der Wettkampf an Spannung kaum noch zu überbieten war, gewann Holger Wienzek den letzten, alles entscheidenden Durchgang und damit die Westdeutsche Meisterschaft mit der Tagesbestzeit von 14,25 Sekunden vor Carsten Bücken mit 14,39 Sekunden. Dritter wurde Ralf Bornemann mit 14,71 Sekunden.

Wie der Vater, so der Sohn: In der Jugendwertung gewann wie im Vorjahr Felix Wienzek vor Sebastian Hochreuter und Maik Lehmkühler.




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