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Mobile Entsaftungsstation tourt in der Erntezeit durch die Gegend

Saft aus den eigenen Früchten

Winzlar. Die eigenen Äpfel, Birnen und Quitten zu Saft verarbeiten lassen, den Saft aus den eigenen Früchten bekommen und das obendrein noch dicht vor der eigenen Haustür - das ist der Service, den das „Uchter Saftmobil“ anbietet. In Winzlar hat es auf dem Bauernhof der Familie Wilkening Station gemacht.

veröffentlicht am 30.09.2013 um 20:19 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 18:42 Uhr

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Anke Wilkening hängt am Telefon: „Könnt ihr etwas früher kommen, Peter? Der Saft läuft heute schneller durch.“ Peter Grießmann und seine Frau Ute können – und fahren kurz darauf auf dem Bauernhof von Anke und Heiko Wilkening vor. Mit Kisten, Eimern und Körben voller Äpfel und Birnen haben sie ihren Wagen beladen – eine halbe Stunde später fahren sie mit mehr als 50 Liter Saft wieder zurück. Länger dauert es nicht, bis das Saftmobil von Karin und Ewald Wege die Früchte zu Saft verarbeitet hat, der in Beutel mit fünf Liter Fassungsvermögen gefüllt wird und die wiederum in stabile Pappkartons gesteckt werden.

Den Saft von den eigenen Früchten zu bekommen, das gefalle den meisten, die das Saftmobil nutzten, richtig gut, sagt Ewald Wege und reicht eine Kostprobe der fruchtigen naturtrüben Flüssigkeit. „Mit diesem Duft und diesem Geschmack kommt kein Saft aus dem Supermarkt mit“, sagt er und erntet Nicken rundum.

Vor drei Jahren hat Wege gemeinsam mit seiner Frau Karin die mobile Entsaftungsstation gekauft und nimmt sich seitdem zur Obsternte jeweils sechs bis acht Wochen Urlaub von seinem eigentlichen Beruf. Dann fährt das Ehepaar auf Bauernhöfe, zu anderen Privatleuten oder steht am Wochenende auf Mühlenfesten, zu denen Besucher ihr eigenes Obst mitbringen. Auf der einen Seite kippen diese ihr Obst auf ein kleines Transportband, auf der anderen Seite nehmen sie die Saftkartons in Empfang.

Ute Grießmann füllt ihre Äpfel in die Schütte. Hilfe bekommt sie von Lotte, die in der Nachbarschaft in Winzlar wohnt. ade

Begonnen hat das Ehepaar mit dem „Saftmobil“, weil sie selbst zu Hause eine Streuobstwiese mit 450 Obstbäumen haben. Was sollten sie mit diesem ganzen Obst anfangen? Aus Südwestdeutschland kannte Wege die Idee der mobilen Entsaftung – und stieg selbst darauf ein. Damit sich die Investition lohnt, tourt er nun eben durch die Gegend.

Um Buchungen seines „Saftmobils“ muss er nicht bange sein. So, wie Anke und Heiko Wilkening ihn einmal jährlich auf ihren Hof holen, um ihr eigenes Obst entsaften zu lassen und Freunde, Nachbarn und Bekannte einladen, dieses ebenfalls zu tun, so machen auch andere Obstbaumbesitzer gerne ein kleines Event aus dem Besuch des „Saftmobils“. Ihr eigenes Obst entsaften Karin und Ewald Wege in den freien Stunden, die zwischen den Terminen unterwegs noch bleiben. Und da von 450 Bäumen mehr Saft produziert wird, als sie selbst verzehren können, verkaufen sie die fünf Liter-Kanister auch auf ihrem Hof.

Wer das Saftmobil selbst buchen möchte, kann das Ehepaar in Uchte unter der Telefonnummer (0 57 63) 25 16 erreichen.

Bild 1: Ute Grießmann füllt ihre Äpfel in die Schütte - Hilfe bekommt sie von Lotte, die in der Nachbarschaft in Winzlar wohnt. ade

Bild 2: Karin Wege steckt einen Verschluss auf einen der Beutel mit frischem Obstsaft, während Lotta eine der Fünf-Liter-Kisten packt. ade




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