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KulturForum stellt Programm vor: Mozart, "Hiss" und Loriot / "Bleiben auf Zuschüsse angewiesen"

Saison 06/07: Keine Serenaden, weniger Kabarett

Bad Nenndorf (dil). Das KulturForum Bad Nenndorf zollt den reduzierten Zuschüssen der Stadt Tribut: Das Angebot 2006/2007 ist immer noch von großer Breite, aber in der Anzahl der Veranstaltungen um etwa 20 Prozent geschrumpft. Die "Schlösschen"-Serenaden sind ganz weggefallen, die Kabarett-Veranstaltungen um zwei reduziert. Mal ist es die Miete, mal die zu geringe Resonanz, mal auch die immer größer werdende Konkurrenz, die zu den Einschnitten zwingt. Es wird mehr auf populäre Veranstaltungen und Räume mit geringer oder keiner Mietzahlung gesetzt. "Und trotzdem müssen wir weiter Zuschüsse beantragen", erklärt Vorsitzender Karl-Heinz Werner.

veröffentlicht am 21.09.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:25 Uhr

"Wir sind beim KulturForum alle ehrenamtlich tätig, aber offen für alle", sagt Werner. "Trotzdem können wir nie kostendeckend arbeiten und bleiben auf Zuschüsse angewiesen." Spenden sind ebenfalls willkommen. "Und nur wir können dafür steuerabzugsfähige Quittungen geben, nicht KurT", ergänzt Werber. Mit KurT-Geschäftsführerin Silke Busche und deren Mitarbeiter Andreas Knorr hat das KulturForum eine Zusammenarbeit vereinbart. KurT tritt als Mitveranstalter auf, bewirbt die Veranstaltungen des KulturForums. Als Sponsoren sind für Einzelveranstaltungen Sparkasse und Volksbank ins Boot geholt worden. Mit kleineren Veranstaltungen wie Diavorträgen und Klassikkonzerten meidet das Kulturforum aber wegen der Kosten die Wandelhalle und geht in die "Curanum-Residenz",das Gymnasium und die Godehardi-Kirche. Als Höhepunkte im Klassik-Bereich nennt Werner das Konzert "Wolfgang Amadeus Mozart" am 7. Oktober um 20 Uhr in St. Godehardi. Am 17. März spielt dort das "Trio Cantabile" mit einem Programm für Sopran, Oboe und Orgel. Beim Abschlusskonzert am 16. Juni steht dort Robert Schumanns Gesamtwerk für Orgel im Mittelpunkt. "KulturForum& Friends", reduziert von neun auf fünf Veranstaltungen, greift nur auf bekannte publikumswirksame Leute zurück: "Wall Street Theatre", Erwin Grosche, "Herzen in Terzen" und "Hiss" (Barmusik) sind im "Locomotive" wieder dabei. "Im Theaterprogramm hat die leichte Muse mehr Gewicht bekommen", sagt Wilfried Busse. Aber auch Klassik und Moderne kämen nicht zu kurz. Acht Bühnen gastieren in Bad Nenndorf, darunter erstmals das Theater aus dem bayerischen Dinkelsbühl, das trotz 500 Kilometer Anreise billiger ist als manch niedersächsische Bühne. Die aufgeführten Werke sind von Loriot, Curt Goetz, Georg Büchner, Ingrid Lausund, Eric-Emanuell Schmitt und Bertolt Brecht. Abo-Bestellungen werden bis zum 7. Oktober entgegengenommen von Susan Borcherding, (05723) 914691. Weitere Infos gibt es beim KulturForum, Rudolf-Albrecht-Straße 63, (05723) 9898657, Fax (05723) 9898658, E-Mail: kulturforum-badnenndorf@web.de. Sprechzeit ist mittwochs von 10 bis 12 Uhr im Foyer der Wandelhalle. Neue Abonnenten erhalten zehn Prozent Rabatt. Es gibt Geschenk-Abos für drei Vorstellungen. Karten für Vorträge, Diavorträge und musikalische Veranstaltungen in der "Curanum-Residenz" gibt es nur noch an der Tageskasse. Die neuen Programmhefte liegen bei Sparkassen, Volksbanken, und bei der Tourist-Info im "Haus Kassel" aus.




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