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Veranstaltung verfügt über alle Zutaten, die Fahrradliebhaber zu begeistern wissen

Sattelfest und erdverwachsen

Bückeburg. Aktionen und Aktivitäten von 40 Aussteller- und Teilnehmergruppen, ein rund 20 Punkte umfassendes Bühnen- und Vortragsprogramm sowie ansprechende gastronomische Offerten – das nun dritte von der Stadt Bückeburg organisierte Sattelfest hat über alle Zutaten verfügt, die Fahrradliebhaber zu begeistern wissen. Da nahm es nicht wunder, dass trotz recht frischer Temperaturen rund um den Marktplatzbrunnen schon bald im Anschluss an die von Bürgermeister Reiner Brombach um 10 Uhr vorgenommene Eröffnung reges Treiben herrschte.

veröffentlicht am 05.05.2014 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:41 Uhr

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„Wir wollen mit diesem Fest nicht zuletzt aufzeigen, welche Bedeutung das Fahrrad in der Zukunft haben wird“, legte das Stadtoberhaupt zum Auftakt dar, bevor es den Hauptorganisatoren Bettina Remmert, Johanna Warnecke und Michael Buhr seinen Dank aussprach. Die Stadt arbeite mit allen Gruppierungen zusammen, die das Fahrradfahren mehr in die Gesellschaft hineinbringen wollten. Bückeburg sei auf dem Weg zur fahrradfreundlichen Kommune bereits sehr weit vorangekommen. „Wir sind aber längst noch nicht am Ende“, gab Brombach zu verstehen, „und werden kontinuierlich an der Realisierung unserer Ziele weiterarbeiten.“

Zu den Hauptattraktionen des anschließenden rund achtstündigen Geschehens – vom von Pastor Dr. Wieland Kastning eingangs gehaltenen Freiluft-Gottesdienst bis zum von der Formation „Happy Swingtime“ arrangierten Ausklang – zählten die Versteigerung von Fundfahrrädern und ein großes Volksradfahren. Beim „Hammer-Event“ standen an der Rathaustreppe rund 70 Drahtesel auf der Liste von Auktionator Frank Möller. Das günstigste Exemplar – Zweiradexperte Möller: „Etwas für eingefleischte Bastler“ – wechselte für gerade mal 50 Cent den Besitzer.

Für das vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub, dem Arbeiter-Samariterbund und der Stadtjugendpflege begleitete Volksradfahren interessierten sich rund 100 Teilnehmer. Die über Scheie, Meinsen und Rusbend zum Jagdschloss Baum und über Cammer, die Bückeburger Niederung, Evesen und Petzen zurück auf den Marktplatz führende Tour dauerte inklusive zweier Verpflegungsstopps knapp drei Stunden.

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Etliche Angebote richten sich speziell an Kinder und Jugendliche.

Auf dem Sattelfest-Areal, in das in diesem Jahr erstmals das Hubschraubermuseum und dessen Umfeld einbezogen waren, warteten unterdessen etliche weitere Attraktionen auf die Besucher. Die Besteigung des Rathausturmes sowie Probefahrten mit Segways und E-Bikes zählten ebenso dazu wie zahlreiche speziell für Kinder und Jugendliche angebotene Aktionsflächen. Im Hubschraubermuseum stand die Wissensvermittlung im Vordergrund, auf der Bühne wurde überwiegend Livemusik geboten. Für Mountainbiker gab es Touren in den Harrl, für Otto-Normal-Radler eine Stadtrundfahrt und für Kunstfahrfreunde Vorführungen der Einrad-Kinder des TSV Krainhagen.

Vielen Gästen wird von der abwechslungsreichen Veranstaltung ein Ausspruch von Pastor Kastning in Erinnerung bleiben. Der Geistliche sagte, das Radfahren sei „in der Bibel noch kein sehr angesagtes Thema“ gewesen. Und auf neuere (niedersächsische) Schriften, das kühle Wetter und die Standfestigkeit der Besucher anspielend: „Sie sind nicht nur sturmerprobt, sondern sattelfest und erdverwachsen.“




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