weather-image
13°
×

Gemeinsames Interesse: Burgfeldsweide für über 3600 Sportler modernisieren

SC Rinteln, VTR und Gymnasium werben für "echtes Sportzentrum"

Rinteln (wer). Beim Thema "Steinanger" scheiden sich die Geister. Während eine Bürgerinitiative Unterschriften gegen den Verkauf sammelt, wirbt eine "große Koalition" aus Sport und Schule für die Auslagerung der Vereine und den Ausbau der Burgfeldsweide zu einem "Rintelner Sportzentrum".

veröffentlicht am 20.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:19 Uhr

Nicht nur der Vorstand des SC Rinteln macht sich für die Aufwertung der Sportanlagen an der Burgfeldsweide stark, auch die dort ansässige VTR und das Gymnasium Ernestinum unterstützen die Pläne. Alle drei betonen, dass hier kein Vereinsobjekt realisiert werden soll, sondern ein Projekt für die Allgemeinheit, für alle (sportlichen) Rintelner. Neben dem SC, der VTR und dem Gymnasium würden auch der VfB Rinteln, die Lebenshilfe, die Berufsbildenden Schulen sowie die Haupt- und Realschule das neue Sportgelände nutzen. Die Projektplaner kommen so auf 3324 Jugendliche und 297 Erwachsene, die sich an der Burgfeldsweide zum Sport verabreden könnten. "Ich glaube nicht, dass es in der Umgebung ein Sportzentrum gibt, das mehr frequentiert würde", bilanziert Klaus Peters, Fördervereins-Vorsitzender des SC Rinteln. Fast rund um die Uhr sollen Fußballer, Leichtathleten und Schüler die gemeinsamen Sportstätten nutzen. Für die Planer ist dies ein Argument, Geld in Hand zu nehmen und bei der Modernisierung der Anlagen nicht zu kurz zu springen. 1,84 Millionen Euro soll die Realisierung des "Optimalkonzepts" kosten. Dazu gehört die Sanierung von zwei Sportplätzen, die Anlage eines dritten Spielfeldes mit Kunstrasen, die Schaffung eines Basketball- und eines kleineren Kunstrasenfeldes, die Installation einer 400-Meter-Kunststofflaufbahn sowie der Bau eines Vereinsheims. Ohne großes Kunstrasenfeld und Tartanbahn lägen die Kosten um 600 000 Euro niedriger - und damit auf der Linie der Ratsmehrheit, die den Steinanger-Deal (Verkauf und Auslagerung) als Nullsummenspiel realisieren will. Doch gerade der Kunstrasen eröffnet aus Sicht des SC-Vorstandes neue Möglichkeiten: Im Winter könnten alle Fußballer der Stadt hier trainieren, sagt Peters. Interesse an einer solchen Option bestehe bei fast allen Vereinen. Die VTR - immerhin mit 2200 Mitgliedern im Rücken, davon fast die Hälfte Kinder und Jugendliche - macht sich für die Tartanbahn stark. Das aktuelle Problem: "Die Aschenbahn ist nicht wettkampfgerecht", sagt VTR-Vorsitzender Karl-Heinz Frühmark. Sie erlaube es der VTR nicht, eigene Wettkämpfe auszurichten. Nach stärkeren Regenfällen stehe sie unter Wasser und verursache insgesamt einen hohen Pflegeaufwand. Frühmark plädiert deshalb auch aus wirtschaftlichen Gründen für eine Kunststoffbahn, die kostengünstig im "Fastrack"-Verfahren auf den alten Belag aufgebracht werden könne. Der Vorteil dieser Variante: Auch die 70 000 Euro Sanierungskosten seien nicht umsonst gewesen, durch sie werde die Anwendung des günstigen Verfahrens erst möglich. Auch das Ernestinum unterstützt die Pläne für die Burgfeldsweide offensiv: Mit dem Basketball- und dem Kleinspielfeld bekäme das Gymnasium dringend benötigte zusätzliche Sportflächen für den Schul- und Ganztagsbetrieb. "Der Mangel an solchen Flächen beschränkt uns, wir können manche Sport-AGs nicht anbieten", sagtSchulleiter Reinhold Lüthen.




Anzeige
Anzeige