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Edeka strukturiert Backwarenproduktion um / Auch Werk Kleinenbremen betroffen

Schäfer’s baut Stellen ab

Kleinenbremen/Minden. Edeka Minden-Hannover strukturiert seine Backwarenproduktion um. Unter anderem wird die Brötchenproduktion in einem neuen Betrieb in Osterweddingen in Sachsen-Anhalt zusammengefasst. Dadurch kommt es laut einer Pressemeldung des Konzerns zu einem Abbau von 200 Arbeitsplätzen an anderen Standorten. Auch bei Schäfer’s in Kleinenbremen sollen Stellen wegfallen. Wie viele das genau sein werden, konnte Edeka-Pressesprecher Andreas Laubig gestern auf Nachfrage noch nicht sagen.

veröffentlicht am 10.04.2014 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 20:41 Uhr

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Die Edeka-Geschäftsführung in Minden ist zuversichtlich, ohne betriebsbedingte Kündigungen auszukommen. „Ziel ist es, jedem betroffenen Mitarbeiter eine neue berufliche Perspektive im Unternehmensverbund anzubieten,“ so Vorstandsprecher Mark Rosenkranz. Wie Laubig mitteilte, sollen dazu jetzt Gespräche mit den Betroffenen auch in Kleinenbremen aufgenommen werden: „Wir stehen noch ganz am Anfang dieses Prozesses.“ Insgesamt arbeiten bei Schäfer’s in Kleinenbremen 270 Vollzeitbeschäftigte. Für wie viele von ihnen es dort keine Weiterbeschäftigungsmöglichkeit gebe, stehe noch nicht fest. Das sei auch von den Planungen an den anderen Produktionsstandorten abhängig. Betroffen von den Stellenstreichungen sind nach Edeka-Angaben nämlich auch Lehrte, Teutschenthal und Berlin. Insgesamt stehen in den vier betroffenen Betrieben 200 Arbeitsplätze zur Disposition.

Im Gegenzug sollen im neuen Werk in Osterweddingen 150 Arbeitsplätze entstehen. Ob jedoch ein Wechsel dorthin für heimische Mitarbeiter in Frage kommt, erscheint zweifelhaft.

Hintergrund der Umstrukturierung ist der Wandel im Bäckereigewerbe. Immer mehr Brote und Brötchen werden direkt in Supermärkten fertiggebacken, auch bei Edeka. Ziel sei es laut Pressemitteilung, dass Schäfer’s alle drei Fertigungsstufen (Fertiggebackenes, Halbgebackenes und Tiefkühl-Teiglinge) aus einer Hand produzieren soll. Damit soll der Edeka-Einzelhandel mit Backwaren sowohl für die Bedienungstheken als auch für SB-Backstationen beliefert werden. Insgesamt werden 60 Millionen Euro in das Projekt investiert.

Die Neuausrichtung soll etwa zwei Jahre dauern. Direkte Auswirkungen auf den Betrieb in Kleinenbremen seien dann zu erwarten, so Laubig, wenn das Werk in Osterweddingen die Brötchenproduktion aufnehme. Tiefgekühlte Teiglinge sollen dort zentral für den gesamten Geschäftsbereich, der von der niederländischen bis an die polnische Grenze reicht, hergestellt werden.

„Unser Ziel ist es, bei wettbewerbsfähigen Preisen die beste Qualität zu liefern,“ erklärt Mark Rosenkranz. Das neue Produktionsverfahren führe zu Brötchenqualitäten, die von Kunden in umfangreichen Tests sehr positiv beurteilt worden seien. Man setze gemeinsam mit dem Einzelhandel noch stärker auf das Backen vor Ort und erreiche damit „noch mehr Frische“.




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