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Schälmaschine für Kartoffeln

Rolfshagen (who). Wie eine Kreuzung von Fleischwolf, Bohr- oder Drechselmaschine wirkt dieses Fundstück auf den ersten Blick. Und unwillkürlich fragt man sich: „Was ist das und wer hat’s erfunden?“ Der im gusseisernen Körper verewigte Schriftzug „Triumpf“ lässt auf den Hersteller schließen. Da aber auch die Internet-Suche nicht weiterhilft und das aufgeklebte rote Etikett mit dem Schriftzug und Rand in Gold das Gerät lediglich als „Qualitäts-Erzeugnis“ vorstellt, verlassen wir uns auf die Aussagen und Erfahrungswerte des jungen Finders.

veröffentlicht am 31.07.2010 um 00:00 Uhr

Für Jan Behnert ist klar, das Ding ist eine Kartoffelschälmaschine, mit der sich auch Äpfel schälen lassen, wenn man weiß, wie’s geht.

Der 13-jährige Jung-Tüftler und Hobby-Erfinder aus Rolfshagen hat das gut erhaltene Gerät während der diesjährigen Landparty am Bückeburger Schloss in einem Flohmarkt-Winkel entdeckt und schnell dessen Zweck und Funktionsweise herausgefunden. Nach einiger Vorarbeit bei Instandsetzung, Justierung und Tests mit einer guten Portion Fingerspitzengefühl liefert das Maschinchen brauchbare Ergebnisse, führt er vor mit einer Kartoffel. Die wird dazu auf eine Bohrer ähnliche Achse gespießt, die hinten eine Handkurbel hat. Das Gerät selber ist dazu, wie der erwähnte Fleischwolf, an den Rand einer Tischplatte zu klemmen. Vorne bei der Kartoffel gibt’s ein Messerchen, das per Federdruck an der Knolle anliegt, die tunlichst keine Knubbel aufweisen sollte. Durch Drehen gegen die Klinge lässt sich jetzt die Kartoffelpelle erstaunlich fein und fast in einem Stück abschälen.

Das Verfahren mit einzelnen Kartoffeln oder auch Äpfeln funktioniert zwar, weiß Jan Behnert, ist aber mühselig und wenig effektiv. Wohl deshalb habe sich das Gerät, das sogar durch seitliche Verschwenkbarkeit sehr ergonomisch ist, auf dem Kartoffelschälmaschinen-Markt „nicht durchsetzen können...“




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