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Amts- und Fleckenmuseum wieder geöffnet

Schandpfahl am Gesindehaus

veröffentlicht am 01.09.2016 um 13:54 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:18 Uhr

Eine marode Kellerdecke sowie weitere Sanierungsmaßnahmen hatten für die Zwangspause gesorgt. Dank eines kommunalen Zuschusses und vieler helfender Hände konnten die fälligen Arbeiten erledigt werden. Doch nur ein formloses Aufschließen der Museumstür war dem Vorsitzenden Jürgen Schröder dann doch zu wenig.

So sollen Braurecht, Marktrecht und die niedere Gerichtsbarkeit dargestellt werden. Die örtliche Brauerei liefert Bier. Etliche Marketender gruppieren sich vor dem Haus und rund um das Rundteil. Die Betreiber bieten außer Gaumenfreuden auch Mitmachaktionen, Textilien und Kunsthandwerk an. In den Museumsgarten locken eine Burg aus Stroh und historische Spiele. Selbst Haustiere werden zu sehen sein, ebenso wie Ferkel. Diese jedoch nur als Bilder, die vor und im Museum versteckt sind.

Besonderer Clou des Tages aber dürfte der Schandpfahl sein, an dem zu jeder vollen Stunde ein kleiner Schauprozess geführt wird. Je nach Schwere der Übeltat könnte es zu einem Freispruch oder zu einer Verurteilung kommen. Wird kein Ganove angekettet, dürfen sich Besucher an gleicher Stelle fotografieren lassen. Dieser Schandpfahl zur Erinnerung an die Ahndung von Diebereien oder Nachbarschaftsstreit durch den jeweiligen Bürgermeister hat es Schröder besonders angetan: „Vielleicht ist das der Beginn einer jährlich wiederkehrenden Tradition.“

Natürlich wollen die Heimatfreunde den Gästen auch die Neuerungen im Museum vorstellen, das seit dem Jahre 2003 in dem ehemaligen „Gesindehaus“ des Münchhausen-Gutes untergebracht ist. Nach dem von 11 bis 18 Uhr dauernden Markttag ist es wieder regelmäßig am ersten und dritten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet. nah




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