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Grünkohlessen des SV Nienstädt 09 zieht weggezogene Mitglieder an

Schlemmen ab 50 ist Tradition

Nienstädt (svb). Damit sich einstige Weggefährten in gemütlicher Atmosphäre treffen können, lädt der SV Nien-städt 09 jedes Jahr nach dem Buß- und Bettag seine männlichen Mitglieder im Alter ab 50 Jahren zum Grünkohlessen ein. 25 Männer waren der Einladung diesmal gefolgt und schlemmten im Schierbachstadion.

veröffentlicht am 23.11.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 00:42 Uhr

Auch Vereinsmitglieder von weit her zieht es zu diesem Anlass immer wieder in die Heimat. Horst Mevert, 70 Jahre alt, reist jedes Jahr aus Braunschweig an, um beim Grünkohlessen alte Freunde wieder zu sehen. Mevert wuchs in Nienstädt auf und spielte in seiner Jugend beim SVN Fußball. Obwohl er schon mit 21 Jahren wegzog, ist er über all die Jahre Mitglied geblieben.

„Ich komme gerne hierher, um Verwandte und Freunde zu treffen oder auch mal wieder ein Fußballspiel zu sehen“, sagte er. Der Braunschweiger hält sich die Zeit um den Buß- und Bettag immer frei, um bei der Männerrunde dabei sein zu können. „Man freut sich drauf, über alte Zeiten zu sprechen“, erklärte Mevert. Der Vereinsvorsitzende Klaus Rinne ernennt jedes Jahr den Ältesten der Anwesenden zum Grünkohlkönig. In diesem Jahr ist es Manfred Jordan, der „Olympiajahrgang“ 1936 ist. Rinne überreichte ihm den aus Holz geschnitzten Fußballer mit Hut, Pfeife und der Aufschrift „Der Alte“.

Die Tradition des Grünkohlessens beim SV ist bereits mehr als 30 Jahre alt, so Kassenwart Ulli Ketz. Dieser „Herrenclub“ ging ursprünglich aus einem Klönabend der SVN-Männer über 50 hervor. Irgendwann kam der Grünkohl dazu, und das Treffen wurde von Dienstag auf den Freitag nach Buß- und Bettag verlegt.

Ketz kommt selbst seit 20 Jahren, um alte „Sportkameraden“ zu treffen. „Man sieht sich ja nicht jeden Tag“, meinte er. Außerdem schmeckt ihm der Grünkohl in dieser Jahreszeit besonders gut. Leider war die Resonanz in diesem Jahr nicht ganz so gut. „Wir waren schon mal mehr“, sagte er. Allerdings tat die geringe Beteiligung der guten Stimmung keinen Abbruch. Klaus Rinne hat auch ein neues Mitglied in der Runde begrüßt. „Der junge Spund ist erst seit einem Monat 50.“




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