weather-image
22°
×

Schmidt: Keine Steuer aufs Tanzen

Samtgemeinde Nenndorf. Für Tanzveranstaltungen wird die Samtgemeinde Nenndorf wohl auch in der Zukunft keine Vergnügungssteuer kassieren. Dies hat Verwaltungschef Mike Schmidt auf Anfrage erklärt. Die Stadt Rinteln hatte ihre Steuersatzung so verändert, dass seit November auch fürs öffentliche Tanzen Vergnügungssteuer zu zahlen ist (wir berichteten).

veröffentlicht am 07.01.2015 um 17:56 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 14:42 Uhr

Diesem Vorbild wolle Nenndorf aber nicht folgen. Die Vergnügungssteuer gelte derzeit für Glücksspielautomaten und ähnliche Geräte, doch die Abgabe auch von Veranstaltern von Tanzevents zu kassieren, wäre in Schmidts Augen ein Irrweg. Schließlich würde dies auch bedeuten, dass Erntefeste besteuert würden – und deren Organisatoren erhalten wiederum kommunale Zuschüsse für ihre Arbeit.

Viel lieber will Schmidt die Kommune für jüngere Menschen attraktiver gestalten, anstatt Veranstaltungen für Jugendliche zu verteuern. Denn er rechnet vor: Bei einem Vergnügungssteuersatz von 20 Prozent wie in Rinteln verteuerte sich der Eintritt zu einem Disco-Abend bei einem Ernte- oder Schützenfest von fünf auf sechs Euro, weil die Veranstalter die Zusatzkosten kaum selbst übernehmen dürften.

Schmidt räumt ein, dass jederzeit eine politische Diskussion auch zum Thema Vergnügungssteuer entstehen könnte und es dann Sache des Rates wäre, darüber zu entscheiden. Doch derzeit gebe es keine Signale in diese Richtung. Er selbst sei definitiv gegen eine Vergnügungssteuersatzung wie in Rinteln. Auch sonst gebe es in Nenndorf keine Steuererhöhungen ab Januar: Grund-, Gewerbe- und Hundesteuern blieben unverändert.gus




Anzeige
Anzeige