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Bergdorfer besuchen „Heinecke & Klaproth“ / Ortsinspektion in drei Etappen / Ansonsten: Kaum Beanstandungen

Schnatgänger blicken hinter Dehnbundhosen-Kulissen

Bergdorf (bus). Ein Besuch des Hosenfabrikanten „Heinecke & Klaproth“ ist am Sonnabend die Hauptattraktion des Bergdorfer Schnatgangs gewesen. Das an der Kurt-Rabe-Straße angesiedelte Familienunternehmen stellte die erste Etappe der mehrstündigen Ortsbesichtigung dar. „Es ist immer wieder hochinteressant, einen Blick hinter die Kulissen einheimischer Firmen werfen zu dürfen, die von Bückeburg aus den europäischen und sogar den Weltmarkt bedienen“, sagte Ortsvorsteher Gerd Vogel.

veröffentlicht am 15.02.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 09:41 Uhr

In der vor mehr als 100 Jahren gegründeten Traditionsfirma, die seit einigen Jahren unter der Marke „m.e.n.s.“ firmiert, übernahmen Beate Kokoschka (Marketing), Gesa Peterburg (Produktion) und Michael Schomburg (Logistik) die Betreuung der Gäste. Die Besucher erfuhren unter anderem, dass der Erfolg der Klaprothschen Beinkleider – bis 2003 „mobil elasto“ – unter anderem auf der Verwendung querelastischer Stoffe und eines speziellen, dehnbaren Bundbandes basiert. Etwa 65 Arbeitsschritte sind bis zur Übergabe an den Versand vonnöten. Insgesamt 110 Angestellte, von denen weit mehr als die Hälfte in der viel handwerkliches Geschick erfordernden Produktion beschäftigt sind, bewältigen an der Kurt-Rabe-Straße einen täglichen Durchschnittsausstoß von rund 3300 Hosen.

Die zweite Etappe führte die Schnatgänger ins „Oberdorf“, wo im Ellerkamp bei Bergdorfs Ratsfrau Rosemarie Steinert ein kleiner Imbiss und am Harrlrand die Inspektion des Spielplatzes auf dem Programm standen. „Alles gut in Schuss“, stellte Vogel mit Blick auf den 1990 in Eigenleistung errichteten Platz fest. Auch auf dem weiteren Weg gab es wenig Anlass für Beanstandungen. Lediglich einige Unebenheiten am Fuß-/Radweg Bergdorfer Straße und eine von einigen Teilnehmern unverhohlen als „Schandfleck“ bezeichnete Bauruine an der Ecke Tiefe Straße/Bergdorfer Straße riefen Kritik hervor.

Schauplatz von Etappe drei war das Gerätehaus der örtlichen Feuerwehr. Hier beschäftigte zunächst ein von Hans-Jürgen Schulze zusammengestellter Quizwettbewerb die etwa 50 Anwesenden. Für die Gewieftesten standen als Preise drei Mobiltelefone zur Verfügung. Anschließend bat die Küchencrew zu Kassler, Sauerkraut, Kartoffeln und Klößen. Zum Ausklang entwickelte sich der Schnatgang zu einem mit zahlreichen Gesprächen ausgestatteten gemütlichem Zusammensein, das im kommenden Jahr mit Sicherheit seine 23. Auflage erfahren wird.




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