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27 Spender bei Aktion der "Kleinen Strolche" / Blutspende-Mobil nicht ausgelastet

Schnell-Menü für halben Liter Blut

Rehren (la). Ob es am Wetter oder an der Ferienzeit lag, dass am Montag nur 27 Blutspender auf den McDonald's- Parkplatz im Gewerbegebiet in Rehren gekommen sind, um Blut zu spenden, konnten weder die Mitarbeiter des Blutspendedienstes aus Springe noch die Organisatoren des Fördervereins der Auetaler Kindergärten, "Die kleinen Strolche", sagen. "Dabei ist es gerade jetzt so wichtig, dass viele Menschen Blut spenden. Die Konserven werden knapp", stellte das dreiköpfige Blutspende-Team fest.

veröffentlicht am 16.07.2008 um 00:00 Uhr

Während der Ferienzeit würden zahlreiche Unfälle passieren, bei denen Verletzte mit Blutkonserven versorgt werden müssten. "Außerdem steigt die Zahl der Menschen, die an Tumoren erkranken", erläuterte der Team-Arzt. Für sie seien die Blutkonserven überlebenswichtig. "Vor allem Leukämieerkrankte sind auf das Blut von Spendern angewiesen, da ihr Körper kein normales Blut mehr bilden kann", so der Mediziner. Aber auch bei anderen Tumorerkrankungen seien Bestandteile des Blutes als Arznei oder für die Forschung nicht zu entbehren. Organisiert war der Blutspendetermin von den "Kleinen Strolchen" perfekt. Im McDonald's-Restaurant konnten sich die Spender anmelden und dann im Blutspende-Mobil nach einem Arztgespräch ihren wertvollen Körpersaft spenden. Acht Plätze standen in dem Blutspende-Mobil zur Verfügung - hygienisch perfekt und mit modernster Technik ausgestattet. Betreut wurden die Spender von ausgebildeten Fachkräften. Edda Watermann aus Rannenberg spendete zum ersten Mal Blut. Als Schriftführerin der "Kleinen Strolche" wollte sie mit gutem Beispiel voran gehen. "Das tut überhaupt nicht weh, und mir geht es wirklich gut", sagte sie, als sie auf dem bequemen Stuhl saß und zusehen konnte, wie ihr Blut abgezapft wurde. Fünf bis zehn Minuten dauert es, bis ein halber Liter Blut von der Vene in die Konserve geflossen ist. Danach ruhten die Spender noch einmal fünf bis zehn Minuten, und dann gab es zur Stärkung und Belohnung ein McDonald's-Menü, das der Betreiber des Fastfood-Restaurants, Günther Ehmann gespendet hat. "Wir hatten gehofft, dass wir damit vor allem junge Menschen anlocken", sagte Sylke Müller von den "Kleinen Strolchen". "Nein, wegen dem Menü bin ich nicht gekommen. Ich will anderen Menschen helfen, und außerdem ist Blutspenden auch gesund für mich, weil sich mein Blut erneuert", sagte Jessica Holstein aus Bernsen. Sie ist gerade 18 Jahre alt geworden und durfte "endlich" zum ersten Mal spenden. "Ich habe schon als Student Blut gespendet und mache das auch so lange wie ich kann und darf", sagte Gero Müller aus Rehren. Blutspender retten nicht nur Leben, sie haben auch selber Vorteile davon. So wird kostenlos ihre exakte Blutgruppe bestimmt, und sie erhalten einen Blutspendeausweis, der gegebenenfalls für schnellere Unfallhilfe sorgt. Zusätzlich wird ein Gesundheitscheck vorgenommen. Die Körpertemperatur, der Blutdruck, Puls und der Anteil der roten Blutkörperchen werden gemessen, und anlässlich jeder Blutspende wird das Blut auf HIV (AIDS), Gelbsucht (Hepatitis B und C) und Syphilis getestet. Wer den Blutspendetermin am Montag verpasst hat oder sich erst jetzt dazu entschlossen hat, auch einmal Blut zu spenden, der kann dies bereits am Montag, 28. Juli, von 16.30 bis 20 Uhr bei der Feuerwehr in Hattendorf tun.




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