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Keine Verletzten /Über hundert Feuerwehrleute im Einsatz / Ursache und Schadenshöhe noch unklar

Schock an Heiligabend: Dachgeschoss brennt aus

Möllenbeck (crs). Die Feuerwehrleute saßen gerade mit ihren Familien zum Weihnachtsgottesdienst in der Kirche, da ging der Pieper los: Wohnhausbrand in Möllenbeck. Bei dem Feuer am Nachmittag des Heiligabend ist das Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses am Apfelkamp komplett ausgebrannt. Menschen kamen dabei glücklicherweise nicht zuSchaden. Die Brandursache ist bislang ebenso unklar wie die genaue Schadenshöhe.

veröffentlicht am 27.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:19 Uhr

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Zum Zeitpunkt des Brandes gegen 16 Uhr war das von drei Parteien bewohnte Haus menschenleer - die Bewohner waren wie so viele Rintelner zum Gottesdienst in der Kirche. Ausgebrochen ist das Feuer nach bisherigem Ermittlungsstand in einer der beiden Obergeschosswohnungen. Entdeckt wurde das Feuer erst, als die Flammen bereits durch das Dachfenster der Küche schlugen. Kirchgänger verständigten die Polizei. Obwohl die Feuerwehr nur Minuten später vor Ort war - das Möllenbecker Feuerwehrgerätehaus liegt nur wenige Meter entfernt ebenfalls amApfelkamp -, brannte der gesamte Dachstuhl des Hauses ab. Wegen der Weihnachtsfeiertage stecken die Ermittlungen der Tatortgruppe der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg noch in den Anfängen: Weder Brandursache noch Schadenshöhe stehen bislang fest. Erst heute werden die Brandermittler der Polizei das zurzeit unbewohnbare Haus betreten, um ein Gutachten zur Ursache des Feuers zu erstellen. Als wahrscheinlich gilt, dass ein defektes Elektrogerät den Brand ausgelöst hat. Nach Angaben der Polizei ist die Bewohnerin der Wohnung jedoch überzeugt davon, die Weihnachtsbaumbeleuchtung ausgeschaltet zu haben. Über hundert Feuerwehrleute waren bei dem Brand am Heiligabend im Einsatz, Kräfte der Ortsfeuerwehren aus Möllenbeck, Rinteln, Exten und Krankenhagen, außerdem wurde auch der Atemschutzgerätewagen von der Lebenshilfe angefordert. Zur Koordinierung der Hilfskräfte kam das neue Einsatzleitfahrzeug der Rintelner Feuerwehren zum ersten Mal bei einem Großbrand zum Einsatz. Die insgesamt sechs Bewohner des Hauses mussten die Weihnachtsfeiertage unfreiwillig bei Verwandten verbringen: Wegen Brand- und Wasserschäden ist das Haus vorerst unbewohnbar.

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