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Aber: 100 000 Euro sind Politikern zu viel für Schredderplatz

Schreddern statt Verbrennen

Samtgemeinde Nienstädt (gus). Weil nach diesem Frühjahr das Verbrennen von Gartenabfall nicht mehr gestattet sein wird, braucht die Samtgemeinde Nienstädt einen Schredderplatz. 100 000 Euro sind Nienstädter Politikern aber zu viel für das Vorhaben.

veröffentlicht am 01.04.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 19:42 Uhr

Eigentlich ist abgemacht, dass die Gemeinde Nienstädt nur das Grundstück für den Schredderplatz zur Verfügung stellt und die Samtgemeinde dessen Gestaltung bezahlt. Doch Mitglieder des Bauausschusses der Mitgliedsgemeinde haben Bedenken an den ihnen vorgelegten Plänen geäußert. Auch Rolf Harmening – Samtgemeindebürgermeister und Gemeindedirektor von Nienstädt – sagte, er habe sich „ganz schön verjagt“, als er die Entwürfe des Ingenieur-Büros Kirchner gesehen habe.

Diese zeigen eine abgezäunte U-förmige Anlage um den Sendemast an der Straße Hohes Feld herum. Auf dem dann asphaltierten Untergrund sollen die geschredderten Gartenabfälle auch gelagert werden. Harmening erklärte, dass im Frühjahr und Herbst Anlieferwochenenden terminiert werden müssen, an denen Privatleute ihr Schredder-Material zu dem Platz bringen können. Einmal pro Saison bestelle die Samtgemeinde eine Schreddermaschine.

Brennen sei vom Sommer an nur noch auf Antrag erlaubt – und kostenpflichtig. Ein Vorteil des Standorts im Gewerbegebiet an der B 65 sei, dass man sich um Lärm und Autoschlangen beim Anliefern keine Sorge machen müsste. Einzelne Bauausschussmitglieder äußerten Zweifel daran, dass die Kapazität des Geländes am Funkmast ausreicht. Doch die größten Sorgen bereitete ihnen die Kostenfrage. Zu den 100 000 Euro kommen noch die laufenden Betriebskosten.

Deshalb richtete der Ausschuss die Bitte an die Samtgemeinde, eine Alternative zu prüfen, ehe das Vorhaben, am Sendemast einen Schredderplatz anzulegen, weiter vorangetrieben wird. Ins Spiel kam das ehemalige Mania-Gelände am Ortsrand in Richtung Meinefeld. Dieses ist bereits asphaltiert und größer, als es die U-förmige Anlage um den Sendemast wäre.

Thomas Künzel (Grüne) wies darauf hin, dass man auf dem Wege auch nicht „zig Quadratmeter Grünfläche versiegeln“ muss. Allerdings ist das Grundstück nicht Eigentum der Kommune. Und es befindet sich in einer Wohnsiedlung. Bei einer Besichtigung sprachen sich die Politiker dennoch dafür aus zu prüfen, ob ein Schredderplatz dort möglich ist.




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