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IGS-Einführung bringt Probleme

Schüler per Taxi zur Schule – neue Buslinien zu teuer

Rodenberg/Nenndorf (bab). So groß die Freude der Eltern über die neuen IGS-Plätze ist, so wenig begeistert sind diejenigen, die leer ausgegangen sind. Besonders bei der Schülerbeförderung muss improvisiert werden: Nicht für alle Schüler aus der Samtgemeinde Rodenberg, die jetzt zur nächsten Haupt- und Realschule fahren müssen, gibt es Buslinien.

veröffentlicht am 07.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 04:41 Uhr

Da von einigen Orten in den Samtgemeinden keine Busverbindungen in die nächstgelegene Schaumburger Haupt- und Realschule in Lindhorst bestehen, müssen Kinder, die keinen IGS-Platz haben oder wollten, mit Sammeltaxis befördert werden. Der Kreis habe eine Beförderungspflicht, teilt Sprecher Klaus Heimann mit. Da die Einrichtung weiterer Buslinien aber viel mehr kosten würde als die individuelle Beförderung, habe der Kreis für 13 Kinder aus Apelern, Pohle, Messenkamp, Lauenau, Bad Nenndorf und Kreuzriehe Sammeltaxis organisiert. Für den Raum Rodenberg/Nenndorf setze der Landkreis pro Tag und Tour drei Sammeltaxis ein, sagt Heimann.

Doch es gibt sechs weitere Kinder aus der ehemaligen Lauenauer Grundschule, deren Eltern sie nicht nach Lindhorst schicken wollen, wie Mutter Alexandra Stummeyer aus Schmarrie berichtet. „Wir haben unsere Kinder bei der KGS in Bad Münder angemeldet.“ Als ungerecht empfänden die Eltern es, dass für diese Schüler kein Taxi-Verkehr vom Landkreis organisiert wird, denn die Busverbindungen seien schlecht.

Das Schulgesetz regele, dass die Beförderungspflicht sich auf den Bereich des Schulträgers beschränkt, teilt der Landkreis mit. Schaumburg muss also dafür sorgen, dass die Schulen innerhalb des Landkreises erreicht werden. Schüler, die Schulen außerhalb besuchen, bekommen aber auf Antrag und mit Nachweis eine Fahrtkostenerstattung. Diese betrage jedoch maximal 920 Euro pro Jahr. Organisieren muss der Kreis Schaumburg den Transport in andere Regionen nicht.

Das versteht Stummeyer nicht, weil der Weg nach Bad Münder viel kürzer und damit günstiger sei als nach Lindhorst. Ein eigenes Sammeltaxi könnten die Eltern auch nicht bestellen, „weil die zu der Zeit ja alle unterwegs sind“, klagt sie. Denn mit den Fahrten, die die Taxiunternehmer im Auftrag des Landkreises nach Lindhorst machen, seien die Kleinbusse ausgebucht. Die Kreisverwaltung gibt an, dass die Schmarrier im nahe gelegenen Beber die Schulbusse nach Bad Münder benutzen könnten. „Das ist aber für andere wieder zu weit“, meinen Stummeyers. Die Eltern hoffen, dass sich bis 2010 der Öffentliche Personennahverkehr abstimmt.




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