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Schulstandorte in Porta in der Diskussion

Schülerschwemme aus Kleinenbremen?

Kleinenbremen/Bückeburg (mt/rc). In der Diskussion über die Zukunft der Grundschul-Standorte in Porta schaltet sich die Kleinenbremer Schulpflegschaft ein. Ihre Botschaft: „Der Schulstandort Porta-Nord muss erhalten bleiben.“ Der Hintergrund: Die Kleinenbremer Grundschule zählt nicht zu den Schulen, die seitens der Verwaltung als „gesetzt“ gelten und ist potenzieller „Schließungskandidat“.

veröffentlicht am 20.04.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 18:41 Uhr

Lasse man einfach nur die Zahlen sprechen, könne man in Kleinenbremen noch ganz zufrieden sein, schreibt die Schulpflegschaft in einer Pressemitteilung. So besuchten zurzeit 87 Kinder die Grundschule, 26 Schulanfänger seien für das kommende Schuljahr gemeldet. Die laut Melderegister prognostizierten Zahlen gäben mittelfristig keinen Anlass zu Bedenken. Auch biete das Gebäude genügend Raum, um noch vier weitere Klassen aufzunehmen.

Überdies sei der Ort Kleinenbremen besonders für junge Familien attraktiv. Mit Ärzten, Einzelhandel, Apotheke, Kindergarten, Handwerksbetrieben und mehr sei die Infrastruktur des Dorfs intakt. Sollte es tatsächlich zu einer Schließung der kleinen Grundschulen wie Nammen und Kleinenbremen kommen, bliebe die ganze Nordseite des Portaner Stadtgebiets mit den Orten Lerbeck, Nammen, Wülpke und Kleinenbremen ohne Grundschule. Dies sei nicht nur eine transporttechnische, sondern eine logistische und finanzielle Herausforderung für die Stadt.

Kleinenbremen befinde sich zudem wegen seiner geografischen Lage in einer besonderen Situation. Die Nähe zu Niedersachsen und der nächsten Grundschule in Bückeburg, die etwa drei Kilometer entfernt ist, wäre verlockend, so die Schulpflegschaft. „Aus der Elternschaft sind eindeutige Signale zu vernehmen: Sollte es zur Schließung kommen, würden etwa 80 Prozent der Eltern ihre Kinder in Niedersachsen anmelden.“ Und diese Kinder besuchten später logischerweise auch die weiterführenden Schulen in Niedersachsen. Die Schulpflegschaft ärgert sich zudem über die Terminplanung für die bevorstehende politische Entscheidung, die erst im Juni fallen soll. „Sollen Schließungen etwa schon 2010 erfolgen?“




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