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Ein Gang runter geschaltet und wieder Vollgas auf die Spitzenplätze

Schützen lassen anderen den Vortritt

Krankenhagen. Im Schießsport ist es wie im „richtigen Leben“: Man kann sich nicht dauerhaft an der Spitze halten und muss gelegentlich auch mal ein wenig zurückstecken. Die erfolgsverwöhnten Cracks vom Schießsportverein (SSV) Krankenhagen, die in den letzten Jahren unter anderen bei den Schaumburger Rundenwettkämpfe ganz vorne mitgemischt hatten, mussten in der abgelaufenen Saison verschiedentlich anderen Vereinsmannschaften und Einzelschützen den Vortritt lassen.

veröffentlicht am 14.01.2015 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:53 Uhr

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So schickte es der Vorsitzende Marvin Voge der Jahresversammlung voraus. Aber ganz so schlimm war’s denn doch nicht, schwächte Voge ab: „Im Vergleich zum Vorjahr ist unser Niveau von hervorragend auf gut gesunken ...“ Und das habe auch seine guten Seiten „für andere Vereine, die jetzt auch mal Aussichten auf vordere Plätze bei überörtlichen Wettbewerben haben“, machte Harald Niemann, Präsident des Kreisschützenverbandes Schaumburg, auf die positiven Aspekte des Zurücksteckens aufmerksam.

Und überhaupt, die Krankenhäger Schützen haben keinen Grund, Trübsal zu blasen, belegte Sportleiter Dieter Flentge mit seinem Jahresbericht, der von vielen sehr guten Leistungen und Platzierungen im Vorjahr sprach. Herausragend dabei war der Vereinskönig Thomas Witten als erfolgreichster Schütze des Jahres, der viele Male die maximal mögliche Ringzahl von 200 erzielt hatte.

Dass der SSV Krankenhagen die Stadtmeisterschaft den Rintelner Einwohnerschützen habe überlassen müssen, habe hauptsächlich daran gelegen, dass diese als Ausrichter ihren Heimvorteil voll ausgespielt hätten. „Aber dieses Jahr geht’s wieder anders rum“, war sich Flentge sicher.

Die Stadtmeisterschaften werden dieses Jahr in Krankenhagen ausgetragen. Und beim SSV Krankenhagen lässt es sich sehr gut aushalten, unterstrich dazu der Präsident des Kreisschützenverbandes, dadurch, dass er die volle Dauer der Versammlung blieb, bevor er zu seinem letzten Termin des Abends in einem anderen Ort des Landkreises aufbrach. Aber nicht ohne vier verdiente beziehungsweise langjährige Schützen auszuzeichnen. Der bisherige stellvertretende Vorsitzende, Jürgen Hiddessen, erhielt dabei die Kreisverdienstnadel in Silber für besondere Verdienste; Egon Könecke bekam die Ehrennadel in Silber des Deutschen Schützenbundes für 25-jährige Mitgliedschaft und Thomas Witten sowie Thomas Lehmann erhielten die silberne Verdienstnadel des Niedersächsischen Sportschützenverbandes für ihre jeweils 15-jährige Mitgliedschaft. Und Martin Kampmeier, der als einer der Leistungsträger des SSV Krankenhagen im vergangenen Jahr eine größere Anzahl von Pokalen und Schießauszeichnungen abgeräumt hatte, war zuvor von seinem Vorsitzenden mit der Vereinsehrennadel ausgezeichnet worden, die von seinem Verein „nur noch selten verliehen wird“.

Die Vorstandwahlen, eingeleitet von Krankenhagens Ortsbürgermeister Gerald Sümenicht, ergaben als wesentlichste Veränderung die Nachfolge von Karin Althof für Jürgen Hiddessen, der sein Amt als zweiter Vorsitzender aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung stellte. Der übrige Vorstand wurde gewählt mit Marvin Voge, Vorsitzender; Stefan Witten, Schriftführer; Dieter Flentge, Sportleiter sowie Martin Kampmeier, Pressewart.




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