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Freude über den 1000. Besucher / Neue Fakten und Korrekturen für die Geschichtsbücher / Sonntag ist Schluss

Schulausstellung: Heimatverein hängt eine Woche dran

Lauenau (nah). Der Heimat- und Museumsverein Lauenau hat sein Ziel erreicht. Wenigstens 1000 Besucher wollte er bei seiner Sonderausstellung über die örtliche Schulgeschichte registrieren, die „Traumgrenze“ fiel am vergangenen Sonntag: Maik Vogler aus Pohle wurde mit einem entsprechenden Hinweis und einem Präsent bedacht. Vor und nach ihm betraten allein an diesem Tag 90 Personen das Gesindehaus, unter ihnen auch der frühere und wohl älteste noch lebende ehemalige Lehrer, Otto Bieling.

veröffentlicht am 25.11.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 05:41 Uhr

Für den Vorsitzenden, Jürgen Schröder, ist jedoch nicht nur das Publikumsinteresse von Bedeutung. Während der seit September laufenden Schau treffen immer wieder neue Fakten zum Thema ein. So liegt dem Heimatverein jetzt ein Gutachten des örtlichen Sanitätsrats Schweckendieck aus dem Jahr 1909 vor, in dem dieser sich gegen den ursprünglich vorgesehenen Schulstandort nahe der Molkerei ausspricht. Diese plante in ihrem rückwärtigen Bereich den Bau einer Schweinemastanlage. Das Dokument dürfte ausschlaggebend gewesen sein, die Schule am heutigen Standort zu errichten.

Inzwischen ist auch bekannt, warum gerade Albert Schweitzer zum Namensgeber der Schule geworden ist. Die Initiative geht nach Zeitzeugenaussagen auf die Lehrerin Hildegard Pansegrau zurück, die als große Verehrerin des „Urwalddoktors“ galt. Schweitzer selbst stimmte der Verwendung seines Namens schriftlich zu.

Schröder sieht außerdem Korrekturbedarf. Die Einweihung des Schulgebäudes erfolgte nicht wie bislang angenommen am 12. November 1910, sondern erst am 13. November. Das dokumentiert auch eine kürzlich aufgetauchte Postkarte. „Da hat sich wohl irgendwann mal ein Schreibfehler eingeschlichen“, vermutet Schröder. Dieser wurde sogar in das jüngste Buch des örtlichen Gesichtsarbeitskreises übernommen.

Aufgrund der anhaltenden Nachfrage hat sich der Heimatverein entschlossen, die Ausstellung um eine Woche zu verlängern. Eine wirklich allerletzte Gelegenheit zum Besuch bietet sich am Sonntag, 28. November, von 14 bis 17 Uhr im Museum. Danach werden nur noch einige Schautafeln zu sehen sein: am 11. und 12. Dezember beim Lauenauer Weihnachtsmarkt. Die Bildwände sind dann im Sängerheim zu finde.




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