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Straßenbau, Bahntunnel, Bushaltestellen: Hohnhorst investiert fast 820 000 Euro

Schulden mehr als verdoppelt

Hohnhorst. So kontrovers bisweilen im Hohnhorster Gemeinderat diskutiert wird – die Haushaltsdebatte fiel diesmal unspektakulär aus. Obwohl die Verwaltung keinen ausgeglichenen Etatentwurf vorgelegt hat.

veröffentlicht am 10.02.2016 um 15:43 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 10:34 Uhr

Die Gemeinde Hohnhorst plant in 2016 Investitionen für rund 820 000 Euro. Die wichtigsten Einzelposten sind die Sanierung der Mathestraße für 280 000 Euro, der letzte Kostenanteil (200 000 Euro) am Fußgängertunnel, den die Bahn gebaut hat, die Erneuerung der Rehrener und der Rehrwieher Straße für 130 000 Euro sowie der Bau barrierefreier Bushaltestellen im Wert von 70 000 Euro. Zum Tunnel hatte die Gemeinde im Vorjahr bereits gut eine halbe Million Euro dazu bezahlt.

Für den Ausbau des Schützenwegs und für Brandschutzmaßnahmen an der Alten Schule Ohndorf sind jeweils 30 000 Euro veranschlagt. 45 000 Euro soll die Planung des Dorfgemeinschaftshauses Rehren kosten. Hierfür erwartet die Gemeinde einen Zuschuss von 32 900 Euro. Auch die Bushaltestellen werden mit 62 500 Euro gefördert. Für den Fußgängertunnel bekommt Hohnhorst 130 000 Euro Fördergeld, für die Rehrener und die Rehrwieher Straße sollen 94 900 Euro an Zuwendungen fließen.

Aus laufender Verwaltungstätigkeit erwirtschaftet die Gemeinde 68 700 Euro zum Erledigen kommunaler Aufgaben. So muss ein Kredit über 437 300 Euro aufgenommen werden, um die Investitionen zu finanzieren. Damit wachsen die Hohnhorster Schulden zum Jahresende auf knapp 835 000 Euro an.

Allerdings könnte die Gemeinde bei der Mathestraße Geld sparen, denn die 280 000 Euro sind für den Fall eingeplant, dass eine Untersuchung des Untergrunds entsprechend schlecht ausfällt. Tritt dies nicht ein, wird die Sanierung günstiger.

Nicht nur der Finanzhaushalt, der die Investitionen beinhaltet, weist eine Lücke auf. Auch den Ergebnishaushalt kann die Gemeinde nicht ganz ausgleichen. Es verbleibt ein Fehlbetrag von 20 600 Euro bei einem Gesamtumfang von gut 1,52 Millionen Euro. Dies begründet die Verwaltung jedoch mit einem Saldo von 89 300 Euro aus Abschreibungen und Auflösungserträgen, der nicht zahlungswirksam werde. Dies gelte daher auch für das Minus von 20 600 Euro.

Der Etat war zuvor intensiv durchgearbeitet worden, drei Fachausschüsse berieten über Änderungen. Zudem hatte Kämmerer Frank Behrens das Zahlenwerk gegenüber den drei Ratsfraktionen erläutert. Bei den Steuereinnahmen erwartet die Kämmerei keine großen Veränderungen. Immerhin steigt der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer laut Prognose um 21 700 auf 900 000 Euro, die Gewerbesteuereinnahmen wachsen um 60 000 Euro an. Doch andererseits muss Hohnhorst in 2016 auch 34 500 Euro mehr an Kreisumlage und knapp 40 000 Euro mehr an Samtgemeindeumlage berappen.

Sprecher aller Fraktionen befanden den Entwurf für gut. Dass das Zahlenwerk vom Landkreis nicht genehmigt werden könnte, erwarten die Ratsmitglieder nicht. gus




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