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Bündnisgrüne kritisieren Sprachlosigkeit des Schulausschusses in Fragen Oberschule und Integrierter Gesamtschule

Schulpolitische Diskussion findet in Bückeburg nicht statt

Bückeburg (rc). „Schulpolitische Diskussion ohne Bückeburg?“ Diese Frage stellt sich die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt.

veröffentlicht am 30.11.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 12:21 Uhr

Im gesamten Land und im Landkreis werde über das neue Modell der kürzlich vorgestellten Oberschule diskutiert oder aber über die Einrichtung von weiteren Integrierten Gesamtschulen. „Nur in Bückeburg nicht“, wie es die Ratsvertreter Cornelia Laasch und Bernd Schierhorn formulierten. Und fordern den Vorsitzenden des Schulausschusses auf, dieses Thema endlich auf die Tagesordnung zu setzen. Einen Namen nennen die Grünen nicht, der Vorsitzende ist aber der CDU-Ratsherr Thorwald Hey.

Bereits im Mai 2009 haben die Grünen einen Antrag auf Elternbefragung eingebracht, um den Bedarf für eine IGS in Bückeburg zu ermitteln. Seither schlummere der Antrag beim Landkreis Schaumburg. Auch mehrmaliges Nachhaken habe keine Veränderung der Situation gebracht.

Stattdessen würden Bückeburger Kinder nach Helpsen transportiert, andere Schüler wechselten über die Landesgrenze nach Dankersen oder Porta Westfalica. Eine private IGS, die Immanuelschule, sauge dem staatlichen Schulsystem zusätzlich die Schüler ab: „Aber es regt sich in Bückeburg keine Diskussion, auch nicht im Schulausschuss.“

Die geplante Einführung der Oberschule sei nichts anderes als der Versuch, „Auslaufmodelle weiterhin am Leben zu halten“, werten die Grünen die jüngsten Pläne der niedersächsischen Landesregierung. Die Oberschule werde sich in Bückeburg auf Dauer nicht gegen eine Privat-IGS und das Gymnasium Adolfinum durchsetzen können. Wie der Verband niedersächsischer Lehrkräfte zu Recht forderte, müsse eine starke Oberschule auch einen Gymnasialzweig anbieten können. So sehr dieser Forderung zuzustimmen sei, drängt sich dabei die Frage auf: „Warum dann nicht gleich eine IGS gründen?“ Aus ideologischen Gründen wolle die Landesregierung und auch so mancher Befürworter des dreigliedrigen Schulsystems vor Ort das ortsansässige Gymnasium schützen und verweigere offenbar eine öffentliche Diskussion.

Zwar sei der Schulausschuss nicht direkt für weiterführende Schulen verantwortlich: „Aber dort ist das Forum für eine öffentliche Meinungsbildung. Auch diese Schulen sind der Teil der Bückeburger Schullandschaft.“ Die Bündnisgrünen fordern: „Wir Bückeburger wollen ein Wörtchen über die Zukunft unserer Kinder mitsprechen.“




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