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BSM hat neuen Vorstand / Idee: Im Sommer jeder Sonntag „verkaufsoffen“ / Zugpferd Granitball

Schulterschluss mit den Nachbarstädten gesucht

Bückeburg (rc). Der Vorstand ist neu besetzt, interne und äußere Grabenkämpfe sind beigelegt. Jetzt will ein gestärkter Vorsitzender Sønke Lorenzen das Bückeburger Stadtmarketing weiter voranbringen. Vergangene Woche tagte der Wirtschaftsrat, zusammengesetzt aus BSM, Politik und Verwaltung, und brachte einige Themen unter Dach und Fach. Während eines Pressegesprächs erläuterte Lorenzen jetzt die wichtigsten von ihnen.

veröffentlicht am 13.05.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 20:41 Uhr

Um den Tourismus in Bückeburg und in der Region zu stärken, soll vermehrt der Schulterschluss mit den umliegenden Städten wie Stadthagen, Obernkirchen, Rinteln, Minden oder Porta Westfalica gesucht werden. Erste Gespräche haben bereits stattgefunden. So gab es Absprachen über wichtige Termine in den diversen Städten, sodass Überschneidungen möglichst vermieden werden können. „Wir müssen uns gegenseitig befruchten und gemeinschaftlich nach außen auftreten“, so Lorenzen.

Nach wie vor kämpft das BSM darum, dass in Bückeburg ein neues Hotel gebaut werden kann, das insbesondere für Touristen gedacht ist. Bückeburg könne sein Potenzial ohne ein solches stadtnahes Hotel nicht ausschöpfen. In nächster Zukunft würden einige Gespräche geführt. „Wir müssen schauen, was dabei herauskommt“, sagte Lorenzen.

Nach den Vorstellungen Lorenzens sollte der verkaufsoffene Sonntag in den Sommermonaten nicht nur an jedem ersten Sonntag im Monat, sondern jeden Sonntag angeboten werden. Er habe mit einigen Gewerbetreibenden gesprochen, die sich durchweg zufrieden mit den erzielten Umsätzen gezeigt hätten. Viele Familien würden den Tag nutzen, um gemeinsam einkaufen zu können. Wer seine Umsätze nicht erzielt, müsse sein Sortiment erweitern. Damit die Arbeitsbelastung bei den durchweg kleineren Geschäften in Bückeburg für die Besitzer nicht zu groß werde, schlug Lorenzen vor, dass die Geschäfte dafür montagmorgens geschlossen bleiben könnten.

Ob es „Bückeburg on Ice“ über das Jahr 2009 hinaus noch geben wird, ist nach Aussage Lorenzens fraglich. „Dieses Jahr wird es mit Sicherheit noch einmal stattfinden“, versicherte er. Für die Jahre danach müsste unbedingt ein Großsponsor gefunden werden, mit dessen Scherflein ein Teil der Kosten von insgesamt 120 000 Euro gedeckt werden könnte. Auch 2008/2009 hätte man nicht kostendeckend arbeiten können, obwohl es die bisher bestorganisierte Veranstaltung war. Das BSM habe die Eiswirte daher mit der zugesicherten Bürgschaft unterstützen müssen.

Auch ein zweites Bückeburger Fest ist nach den Worten Lorenzens auf die Hilfe des BSM angewiesen: der Granitball. Hier würden heute Gespräche mit „Bistro“-Wirt Michael Vogt geführt, inwieweit das BSM für Aufbau und anderweitige organisatorische Dinge zur Verfügung stehe. „Der Granitball ist ein Zugpferd für Bückeburg, das wir nicht aufgeben dürfen“, gab der BSM-Chef schon mal die Marschrichtung vor, da sonst die Gefahr bestehe, dass der Granitball in diesem Jahr gar nicht stattfindet.

Auf der Kippe steht auch „Bückeburg holt den Beat zurück“. Nachdem „Suzie and the Seniors“ in den vergangen Monaten wiederholt in der Region aufgetreten sind, sei entschieden worden, dass die Band dieses Jahr nicht engagiert wird. In den Überlegungen ist jetzt stattdessen, das „Bill Haley Orchestra“ in der Originalbesetzung nach Bückeburg zu holen.

Eine Besonderheit kündigte Lorenzen für die 10. Auflage von „Bückeburg kocht über“ an. Das Köchefest findet – anders als in den Vorjahren – am letzten Juli-Wochenende statt, und nicht am ersten August-Wochenende, wenn Minden an die „Schlacht von Minden“ erinnert – erstes Ergebnis des Schulterschlusses, so Lorenzen.




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