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Naturschutzbund Rodenberg pflegt zwei Biotope / Helfer betreuen Krötenzäune

Schwalbenpaten gesucht

Samtgemeinde Rodenberg. Buchstäblich alle Hände voll zu tun hat der Naturschutzbund (Nabu) Rodenberg in diesen Tagen. Helfer sammeln bei Wind und Wetter Molche und Kröten an drei langen Schutzzäunen bei Groß Hegesdorf, Wiersen und in Lauenau. Vorsitzender Kai Kietzke aber hat noch viel mehr vor, wie er jetzt auf Anfrage mitteilte.

veröffentlicht am 02.04.2015 um 20:02 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 07:42 Uhr

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Doch zunächst klagte er über mangelndes Engagement. Mehr als 500 Mitglieder zähle die Ortsgruppe, doch der Kreis der Aktiven umfasse nicht einmal zehn Personen. „Wir könnten viel mehr in Angriff nehmen, wenn sich mehr Unterstützer fänden“, bedauerte er. Dabei müsse nicht jeder alles tun. Ein punktuelles Engagement wäre genauso sinnvoll.

Zum Beispiel beim Aufbau einer neuen Kindergruppe. Der jetzige Kreis von 12- bis 14-Jährigen um Ines Rahn-Weiser soll durch ein Angebot für Mädchen und Jungen ab fünf Jahren ergänzt werden. Doch dafür fehle eine geeignete Betreuung. Interessierte können sich an den Nabu-Vorstand unter mail@nabu-rodenberg.de oder unter Telefon (01 57) 59 21 21 22 wenden.

Kietzke selbst will weitere Schwalbenpaten gewinnen. 2014 wurden bereits 30 Nisthilfen für Rauch- und Mehlschwalben zur Verfügung gestellt sowie sieben Plaketten mit dem Hinweis „Hier sind Schwalben willkommen“ vergeben.

Ähnliche Schilder zum Anbringen neben der Haustür erhalten die Eigentümer, die unter ihrem Dach einen Schleiereulen-Kasten dulden. Mehr als hundert solcher Nisthilfen haben Wilhelm Peters, Birgit Krüger und auch Kietzke allein im Bereich der Samtgemeinde Rodenberg selbst kontrolliert. Allerdings gab es wieder keine Bruten. Dafür ergreifen immer mehr Turmfalken Besitz von den hölzernen Bauten.

Unter Betreuung des Nabu steht auch der ehemalige Wasserhochbehälter bei Lauenau, der seit einigen Jahren als Fledermaus-Winterquartier angenommen wird. Ein neuer Erfolg ist mit dem Einzug eines „Braunen Langohrs“ zu verzeichnen.

Weiteren Pflegeaufwand verlangen die beiden dem Nabu gehörenden Biotope bei Lyhren und Altenhagen II. Letztgenanntes soll eine Bank erhalten. Geplant sind für Rodenberg ein Filmabend zum Rebhuhnschutz sowie eine Exkursion durch das Walterbachtal.

Kietzke dankte Marlies Berndt-Büschen (Rodenberg) und Fritz Borcherding (Groß Hegesdorf) für ihre 30-jährige Mitgliedschaft sowie den Helfern, die sich für Nabu-Vorhaben in den vergangenen Monaten eingesetzt haben. Ein besonderes Lob ging an die Jugendfeuerwehren Soldorf und Reinsdorf. Diese hatten in großer Zahl beim diesjährigen Bau der Krötenzäune mit angepackt.

Will Nisthilfen für neue Schwalbenpaten anbieten: Nabu-Vorsitzender Kai Kietzke. nah




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