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Landwirtschaftliche Oldtimerschau beendet Hülseder Jubiläumsfest

Schwarzarbeit am Wasserschloss

Hülsede (nah). Mit rundum zufriedenen Mienen ist das dreitägige Fest zum 950-jährigen Bestehen Hülsedes zu Ende gegangen. Ein letztes Mal sorgten die Organisatoren für Überraschung bei den zahlreichen Besuchern: Etliche Trecker-Oldtimer hatten sich vor dem Wasserschloss aufgereiht; eine alte Dreschmaschine rumpelte in der Ecke des Hofes. Zudem konnten Kinder noch einmal den attraktiven Spieleparcours kostenlos nutzen.

veröffentlicht am 04.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 05:22 Uhr

Mit hochroten Köpfen stehen Walter Krüger und Ralf Gehrke am offenen Feuer. Gerade sind die Flammen wieder hochgelodert; beißender Qualm vertreibt die besonders neugierigen Zuschauer von der aufgebauten Feldschmiede. Dass ihm der Schweiß in Strömen rinnt, ist Krüger egal. Mit wuchtigen Schlägen formt er auf dem Amboss ein glühendes Stück Eisen. Es ist der erste von insgesamt drei Füßen eines Kerzenhalters für die St.-Magnus-Kirche in Beber. „Schwarzarbeit“ grinst ein Besucher. Lachend winkt Krüger ab: Der Fachmann ist aus lauter Vergnügen angetreten, um das Hülseder Festgeschehen zu bereichern.

Die anderen Akteure haben sich aus gleicher Überzeugung auf den Weg gemacht: Die „Eolenhäger Schuindöschers“ warfen ihre historische Dreschmaschine an, dass es nur so staubte. Etliche Besitzer betagter Schlepper waren unter anderem aus Apelern, Altenhagen II und dem Auetal gekommen und hatten auch das allerletzten Fleckchen Erde vor dem mächtigen Weserrenaissance-Bollwerk eingenommen.

Nur die großen Rasenflächen waren Tabu: Dort bildeten sich lange Schlangen vor der für den Nachwuchs größten Festattraktion: Beim Bungee-Trampolin versuchten sich die Mutigen, sicher vertäut in langen Gummischnüren, sogar in Saltos.

„Ein tolles Fest“, schwärmten nicht nur die Hülseder, sondern auch die vielen Gäste aus dem Umland. Bürgermeister Herbert Weibels war voll des Lobes für Organisatoren und Helfer und hoffte nur noch auf gutes Wetter für den Abbau der weitgehend in Eigenregie organisierten Feierlichkeiten.

Arbeitskreis-Leiterin Marion Passuth aber war schon Stunden vor dem Ausklang des Festes sichtlich zufrieden: „Es hat alles gut geklappt.“ Ein paar kleine Rangeleien zwischen dem eingesetzten Sicherheitsdienst und ungebetenen Gästen seien nicht der Rede wert.




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