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Firma meldet vorläufige Insolvenz an

Sechs Arbeitsplätze bei Dunkelpeter-Popcorn in Gefahr

RINTELN. Ende Januar hat Ute Gersema, Inhaberin der Firma Dunkelpeter-Popcorn, vorläufige Insolvenz angemeldet. Noch läuft die Produktion im Rintelner Gewerbegebiet aber unverändert weiter. Allerdings müssen die sechs Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze bangen.

veröffentlicht am 01.02.2018 um 15:42 Uhr
aktualisiert am 01.02.2018 um 17:40 Uhr

Noch wird in Rinteln frisches Popcorn abgefüllt. Foto: la
Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
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„Derzeit kann ich überhaupt noch nichts sagen. Die Unterlagen werden jetzt vom Insolvenzverwalter gesichtet und alles in Gang gebracht“, so Gersema. Gespräche mit Lieferanten müssten geführt und Sanierungsansätze für die Firma erarbeitet werden. „Ein vorläufiger Insolvenzantrag hat nur Sinn, wenn man Perspektiven sieht“, zeigte sich Gersema hoffnungsvoll.

Mitte letzten Jahres habe die Firma Dunkelpeter-Popcorn einen Teilauftrag eines Großkunden verloren, der zwei Artikel mit einer Eigenmarke ersetzt hat.

„Das war ein großer Umsatz für unsere kleine Firma. Außerdem machen uns die langen Zahlungsziele einiger Kunden zu schaffen“, erklärte Gersema. Im Dezember 2017 haben die Mitarbeiter ihre Löhne noch pünktlich bekommen. „Wenn man weiß, dass man innerhalb einer bestimmten Zeit seine Rechnungen nicht mehr begleichen kann, dann muss man Insolvenz anmelden und das habe ich frühzeitig getan, in der Hoffnung, dass es eine Lösung geben wird“, so Gersema.

Seit über 50 Jahren gibt es die Firma Dunkelpeter-Popcorn, die Ute Gersema von ihren Schwiegereltern übernommen hat. Gegründet in Bückeburg folgte Anfang der neunziger Jahre ein Umzug nach Rehren im Auetal, und seit 2011 ist „Dunkelpeter“ in Rinteln beheimatet.

Das frische Popcorn, mit Zucker, Karamellnote und bunt gefärbt, wird in 100- und 200-Gramm-Tüten abgefüllt. „Meist sind es 200-Gramm-Tüten und davon passen 480 auf eine Palette“, erzählt Gersema. Rund 220 Paletten verlassen die Firma jeden Monat.

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