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Bundeswehr ahndet „verbale Entgleisung“

Sexuelle Belästigung: Soldat wird auffällig

BÜCKEBURG/FRITZLAR. Bei einem Ausbildungsflug des Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum (IHTC) nach Frankreich ist es gegenüber einer französischen Hotelangestellten zu einer sexuellen Belästigung durch einen Soldaten gekommen. Entsprechende Informationen unserer Zeitung bestätigte sowohl das IHTC als auch das Kampfhubschrauberregiment 36 in Fritzlar als Disziplinarvorgesetzter des Soldaten auf Anfrage unserer Zeitung.

veröffentlicht am 12.10.2018 um 15:13 Uhr
aktualisiert am 12.10.2018 um 16:50 Uhr

Im Kampfhubschrauberregiment 36, aus dem der Soldat stammt, wird der „Tiger“ geflogen. Foto: Archiv
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Raimund Cremers Redakteur zur Autorenseite
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Der Soldat war im Rahmen der Professionalisierung nach Bückeburg kommandiert.

Der Soldat habe sein Vergehen, das im Rahmen eines Gesprächs stattgefunden hat, „umgehend“ selbst bei seinen Vorgesetzten gemeldet und noch vor Ort eine Entschuldigung gegenüber der Angestellten ausgesprochen. Das Kampfhubschrauberregiment habe umgehend dienstliche Ermittlungen aufgenommen, die eine „verbale Entgleisung“ bestätigt hätten, hieß es aus dem Kommando des Regiments.

Das Vergehen sei im Rahmen einer disziplinarrechtlichen Würdigung vonseiten des Vorgesetzten geahndet worden, eine Anzeige nicht gestellt worden. Nähere Angaben zum Inhalt der „verbalen Entgleisung“ als auch der disziplinarrechtlichen Würdigung wurden nicht gemacht; auch nicht zur Person des Soldaten. Nach Informationen unserer Zeitung soll es sich aber um einen Offizier, einen Oberleutnant, gehandelt haben. Sowohl Regiment als auch der Soldat hätten sich zudem schriftlich bei der Frau entschuldigt. Der Vorfall ereignete sich bereits Ende Juni dieses Jahres.

Bereits ausgebildete Bundeswehr-Piloten werden derzeit zur Ausbildung nach Bückeburg kommandiert, damit sie hier Flugstunden oder Lehrgänge absolvieren, solange es nicht genügend Einsatzmuster für die Ausbildung oder in den Regimentern gibt.




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