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Situation „deutlich verschärft“

Anwohner beklagt Status quo am Steinkamp und befürchtet Probleme bei starkem Regen

veröffentlicht am 04.03.2014 um 18:03 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 17:42 Uhr

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Lyhren. Bisher gibt sich die Witterung noch zurückhaltend, von Starkregen erst einmal keine Spur. Ralf Bruns möchte aber nicht warten, bis es so weit ist, sondern zuvor Klärung haben. Er ist Anwohner an der neuen Brücke am Steinkamp in Lyhren, die vor einigen Wochen beim Apelerner Bauausschuss thematisiert wurde (wir berichteten).

Die neue Brücke wurde im Vergleich zu ihrer Vorgängerin leicht angehoben, damit bei Regen das Wasser vom Bückeberg nicht ungehindert auf die Kreisstraße fließt. Gleichzeitig bedeutet das für Bruns, „dass das Wasser vorsätzlich auf mein Grundstück geleitet wird“. Den Vorschlag von Rat und Verwaltung, erst einmal abzuwarten, ob sich die Situation wirklich zum Problem entwickelt, hält er für unmöglich. „Dann ist es ja schon passiert.“

Ihm gehe es dabei ausdrücklich nicht um die Hochwassersituationen, die sich in Lyhren etwa einmal im Jahr ergeben und bei denen ohnehin „das ganze Dorf unter Wasser steht“, so Bruns. Ihm gehe es vor allem um Tage mit starkem Regen, die es doch häufiger gebe und an denen sich das Problem für ihn nun deutlich verschärfe. „Ich weiß, dass ich hier an einem Bach wohne“, mit den damit einhergehenden Schwierigkeiten könne er umgehen. Die Brückenerhöhung sorge aber dafür, dass er bei jedem Starkregen all das Wasser, das vom Bückeberg herabströmt, komplett abbekomme. „Ich möchte nicht gleich jedes Mal das Wasser im Haus haben, nur damit das Wasser nicht auf die Straße läuft“, beklagt Bruns.

Der Verwaltung zufolge wurden zum Schutz des Grundstücks extra Rinnen angelegt, durch die das Wasser in den Bach abgeführt werden soll. Diese Gosse, sagt Bruns, habe es aber vorher auch schon gegeben und bringe in solchen Situationen nicht wirklich viel.

Der Bauausschuss und die Verwaltung hatten deshalb bereits angekündigt, die Stelle im Auge zu behalten, da auch einige Ausschussmitglieder Bedenken geäußert hatten, ob „die Oberflächenentwässerung ausreichend bedacht wurde“. Je nachdem, wie sich die Lage bei Starkregen entwickele, müsse vielleicht noch einmal Hand angelegt werden, so der abschließende Konsens im Ausschuss.




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