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Wie Gästeführerin Elli Völkel Besuchern die Stadt erklärt

So lernen selbst Bürger noch was über Bückeburg

Bückeburg (ah). Regelmäßig nehmen Besucher das Angebot der Stadtführungen wahr. Gästeführer zeigen ihnen die wichtigsten Bauten und informieren über die geschichtlichen Hintergründe. Aus Hamburg, Osnabrück und Ludwigslust haben sich Besucher am vergangenen Samstag auf dem Marktplatz eingefunden, um die Stadt zu besichtigen, von der sie bereits durch die Landpartie und den Weihnachtszauber gehört haben.

veröffentlicht am 20.10.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 19:21 Uhr

„Toller Balkon, was?“: Den Gästen imponiert die Fass

Die Gästeführerin Elli Völkel zeigt den Besuchern als erstes das Schloss, für das sie sich sehr interessieren. Adolf VI. erbaute es Ende des 13. Jahrhunderts als Wasserburg. Zum Schloss im Stil der Weserrenaissance wurde es im 16. Jahrhundert unter Graf Otto IV. Er errichtete auch den Tugendbrunnen, der vor dem Schloss steht. Ursprünglich stand dieser vor dem Schloss in Stadthagen. Die Schale wird von Löwen getragen, oben auf befindet sich die Statue der Justitia. Die Besucher zeigen sich beeindruckt von der Prächtigkeit des Schlosses.

Der Weg führt die Gäste weiter über die Schlossbrücke, am Kutschstall vorbei, in die Herderstraße. Dort zeigt Elli Völkel ihnen das Haus, wo der Dichter und Theologe Johann Gottfried Herder fünf Jahre gelebt hat. In dieser Zeit arbeitete er in der Stadtkirche als Konsistorialrat. Dieses Bauwerk besichtigt die Gruppe als nächstes. Die Besucher sind sehr interessiert, allerdings sind die prunkvolle Innenausstattung und die vergoldeten Verzierungen durchaus nicht jedermanns Geschmack. Das Taufbecken hingegen gefällt den Gästen gut. Sie stimmen Elli Völkel zu, die es als eine „fantastische Arbeit“ bezeichnet.

Der Rundweg geht weiter, die Lange Straße entlang, am Bücki vorbei und durch die Braustraße, die mit indischen Steinen gepflastert ist, wie Elli Völkel weiß. Am Ende der Straße blickt die Gruppe auf die Altstadt in der Neuen Straße. Die Häuser wurden einst für Handwerker gebaut. Daneben in der Trompeterstraße brachte Fürst Ernst vermutlich seine Musiker unter, berichtet Elli Völkel ihrer Gruppe.

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Natürlich darf die Besichtigung des Hubschraubermuseums – aber nur von außen – in der Stadtführung nicht fehlen. Bevor es dann zum Rathaus geht, zeigt Elli Völkel den Besuchern die Bahnhofstraße, die früher eine repräsentative Funktion hatte. Erstaunt hören die Gäste, dass Königin Victoria einst am Bahnhof ausstieg, um ihre ehemalige Gouvernante zu besuchen, die in Bückeburg lebte.

Schließlich endet die Stadtführung, die den Besuchern Bückeburg und seine Geschichte ein großes Stück näher gebracht hat.




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