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Bundeswehrverband lädt zum 25. Nikolausfrühschoppen

Soldaten immer noch ohne Dienstzeitregelung

Bückeburg (jp). Wachwechsel an der Spitze der Bückeburger Standortkameradschaft: Im Jubiläumsjahr des 25. Nikolaus-Frühschoppens des Deutschen Bundeswehrverbandes begrüßte Martin Schulze-Elvert Mitglieder und Gäste im Bückeburger Rathaussaal. Der Obernkirchener CDU-Vize-Chef trat in diesem Jahr die Nachfolge von Jörg Ruthe an, der wiederum 2005 den langjährigen Vorsitzenden Wolfgang Daube beerbt hatte. Unter den Gästen des Jubiläums-Frühschoppens hatten sich zahlreiche Vertreter der Politik eingefunden, unter ihnen MdB Sebastian Edathy, Bürgermeister Reiner Brombach, MdL Friedrich Pörtner und Landrat Heinz Gerhard Schöttelndreier.

veröffentlicht am 12.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:15 Uhr

"Ich hoffe, dass wir immer gute Gastgeber für Sie sein werden", erklärte Bürgermeister Brombach in seiner Begrüßung. Die Tradition des Nikolaus-Frühschoppens belege das gute Verhältnis zwischen Bundeswehr und Bevölkerung in Bückeburg. Oberst Hans Heinrich Heidmann, stellvertretender Kommandeur der Heeresfliegerwaffenschule, würdigte ebenfalls die starke Verbundenheit zwischen den Soldaten und ihrer Garnisonsstadt. Er verband sein Grußwort mit einem Kompliment an die zivile Ausbildungswerkstatt der Heeresfliegerwaffenschule und ihren Leiter Reinhold Neitzert. Die hohe Mitgliederzahl vonüber 1000 belege, dass die Standortkameradschaft Bückeburg auf dem richtigen Weg sei, konstatierte Martin Schulze-Elvert in seiner Begrüßung. Auf drei Höhepunkte könnten die Bückeburger Soldaten in diesem Jahr zurückblicken: Zum einen habe die Heeresfliegerwaffenschule durch die Rundum-Bereitstellung eines Rettungshubschraubers einen erheblichen Beitrag zum Gelingen der Fußballweltmeisterschaft erbracht. Der "Tag der Heeresflieger" im September habe alle Erwartungen übertroffen und den Soldaten mehr als 70 000fachen Dank eingetragen. Hinzu komme das 50-jährige Bestehen des Deutschen Bundeswehrverbandes. Ein Jubiläum wie der 25. Nikolaus-Frühschoppen sei aber auch Anlass, den Alltag zu betrachten, in dem immer mehr soziale Nadelstiche auf die Soldaten einprasselten. Nach wie vor seien Bundeswehrsoldaten die einzige Berufsgruppe im öffentlichen Dienst ohne gesetzliche Dienstzeitregelung. Die Besoldungsordnung werde zudem dem Soldatenberuf überhaupt nicht gerecht. Hinzu komme die gerade erfolgte Kürzung des Weihnachtsgeldes: "Einige von Euch dürften gar nicht gemerkt haben, dass Dezember ist." In Kürze werde die Universität Passau daher das wahre Stimmungsbild unter den Soldaten der Bundeswehr ermitteln. In ihrer Rede zum 25. Nikolaus-Frühschoppen ging die Bundestagsabgeordnete Monika Brüning aus Hameln auf die internationalen Einsätze der Bundeswehr sowie Soldaten betreffende soziale Gesetzgebungsvorhaben der Bundesregierung ein. Für langjährige Mitgliedschaft wurden Manfred Vollrath (50 Jahre) und Ortwin Kreft (40 Jahre) geehrt.




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