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SPD 60 plus will kostenlose Krippenplätze

Landkreis. Der SPD-Unterbezirksvorstand "60 plus" macht Druck auf die Kommunen. In einem aktuellen, unter dem Vorsitz von Karl-Heinz Hansing gefassten Beschluss verlangt der Vorstand eine Verbesserung des Betreuungs- und Bildungsangebots für Kleinkinder im Landkreis Schaumburg.

veröffentlicht am 11.08.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:26 Uhr

Die zuständigen Gemeinden und der Landkreis werden aufgefordert, ohne Verzug, spätestens bis 2010, in ausreichendem Maße Hort- und Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren bereitzustellen und dabei ganz oder in wenigen Schritten von den Beiträgen der Eltern abzusehen. Auch sollen die Kindergartengebühren, angefangen mit dem ersten Kindergartenjahr, abgeschafft werden. Nach Meinung der SPD-Senioren hat Deutschland eine der niedrigsten Geburtenraten. Die Entwicklung sei zu einem großen Teil darauf zurückzufiihren, dass berufstätige Frauen meistens auf Kinder verzichten, wenn deren Betreuung nicht sichergestellt ist. Die Schaffung von weiteren Hort- und Krippenplätzen sei daher besonders vordringlich. Nach Auffassung der SPD-Senioren darf der Wunsch, Kinder und Beruf miteinander zu vereinbaren, auch nicht an den Kosten scheitern. Das gelte entsprechend für die Kindergartengebühren. Nach dem Beschluss soll zugleich das Bildungsangebot erweitert werden. Als rohstoffarmes Land sei Deutschland mehr denn je auf hochqualifizierte Leistungen angewiesen. Das erfordere eine Verbesserung des Bildungssystems auf allen Ebenen - auch und vor allem bei den Kleinkindern, weil in den ersten Lebensjahren die wichtigsten Grundlagen für lebenslanges Lernen gelegt werden. Die Senioren wollen zudem, dass möglichst viele Kinder - gerade auch die aus einkommensschwachen Familien und Familien mit Migrationshintergrund - die frühkindlichen Bildungseinrichtungen besuchen. Das sei für die künftige Entwicklung der Kinder besonders wichtig.




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