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Sozialdemokraten kritisieren Haltung von CDU und WGN / Auch Gewerbetreibende bei Prozess einbeziehen

SPD pocht weiter auf Stadtmarketing

Bad Nenndorf. Die Bad Nenndorfer SPD hat ihre Forderung nach einem Stadtmarketing für die Kurstadt bekräftigt. In einer Pressemitteilung kritisieren die Sozialdemokraten die ablehnende Haltung der anderen Ratsfraktionen bei diesem Thema.

veröffentlicht am 15.02.2016 um 15:55 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 10:34 Uhr

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Den erneuten Vorstoß begründet die SPD mit dem Fortschreiten der Innenstadtsanierung. „Bereits seit 2013 fordert die SPD Bad Nenndorf nachdrücklich, diesen Bau- und Sanierungsprozess mit einem professionellen, begleitenden Marketingkonzept zu unterstützen“, schreibt die SPD. Viele Millionen Euro habe die Stadt in die Hand genommen, um die Innenstadt modern und zeitgerecht zu gestalten und ohne ihr dabei den ursprünglichen Charakter zu nehmen.

Es sei somit höchste Zeit, die Vorteile Bad Nenndorfs in einem Marketingprozess zusammenzutragen und nach außen darzustellen. Die SPD sieht sich mit ihrer Forderung nicht allein. Stadtdirektor Mike Schmidt wolle grundsätzlich ebenfalls ein Stadtmarketing, und auch die Aussagen der Bauamtsleiterin Annette Stang im SN-Interview werten die Sozialdemokraten als Unterstützung ihrer Forderung.

„Wie kann es sein, dass der von der CDU gestellte Samtgemeindebürgermeister Mike Schmidt für dieses Vorhaben öffentlich, unter anderem auf dem Neujahresempfang der CDU, wirbt und seine eigene Partei ihn mit der von der SPD unterstützten und immer wieder eingebrachten Forderung im Regen stehen lässt?“, fragt die SPD.

Auch die Haltung der WGN sei kaum nachvollziehbar. Einerseits stehe diese hinter der millionenschweren Kurhaus-Sanierung, auf der anderen Seite blockiere sie den notwendigen Stadtmarketingprozess, der die Stadt in die Lage versetzen könne, dieses Großprojekt dauerhaft zu finanzieren – mit dem Argument, das Marketing sei zu teuer.

Auf Antrag der SPD habe die Verwaltung 2014 erste Schritte hin zum Stadtmarketing eingeleitet. Externe Fachberater sollten ihre Überlegungen dazu den Ratsgremien vorstellen. Im Haushalt 2015 wurde sogar ein Betrag von 20 000 Euro eingeplant – dann aber wieder gestrichen. Auch für 2016 fehlt das Geld im Etat.

Bei dem gewünschten Prozess werde ganz Bad Nenndorf als Produkt gesehen und vermarktet. Dabei liege die Verantwortung nicht nur bei Rat und Verwaltung sondern auch bei Gastronomen, Hoteliers, Einzelhändlern und anderen am Wirtschaftsleben Beteiligten. Denn Stadtmarketing beinhalte auch Tourismus- und Wirtschaftsförderung.

Es bestehe Unklarheit darüber, in welche Richtung sich Bad Nenndorf nach dem Einbrechen der Kurgastzahlen entwickeln soll. In dieser Situation solle die Stadt Hilfe von außen annehmen, um sich ihrer eigenen Stärken bewusst zu werden. Fürs Marketing stehe auch Fördergeld in Aussicht. Über die Städtebauförderung zahlen das Land Niedersachsen und die EU zwei Drittel der Gesamtkosten.




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