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Ortsverein Luhden stellt Kandidaten und Ziele für die neue Wahlperiode vor / Ortsdurchfahrt beruhigen

SPD verspricht: "Keine Steuererhöhungen!"

Luhden (sig). Sie haben sich einiges vorgenommen für den 10. September und für die Zeit danach: Die Luhdener Sozialdemokraten wollen zunächst die Mehrheit im Gemeinderat behalten und möglichst noch ausbauen. Und dann möchten sie alle finanziellen Möglichkeiten ausschöpfen, um auf verschiedenen Gebieten tätig zu werden: Dazu gehören unter anderem die Umwandlung der Ortsdurchfahrt in eine verkehrsberuhigte Gemeindestraße, die weitere Realisierung des Bebauungsplanes "Dorfmitte", eine verstärkte Gewerbeansiedlung sowie der Verzicht auf Steuererhöhungen.

veröffentlicht am 14.08.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:22 Uhr

Der Vorsitzende des SPD-Ortsverbandes und Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, Heiner Hoppe, gab nach der Vorstellung seiner Kandidaten für die Kommunalwahl im Galerie-Café Bürgermeister Hartmut Büscher die Möglichkeit zu einem Rückblick und zu einer Vorschau. Die Umleitung der K 8 sei das wichtigste Projekt gewesen, das man dank der Unterstützung des Kreises noch gerade rechtzeitig realisieren konnte. Heute gäbe es - nicht zuletzt wegen der angespannten finanziellen Situation des Landkreises - keine Chance mehr dafür, erklärte Büscher. Der Bürgermeister sieht aber gute Möglichkeiten für einen weiteren Ausbau des Gewerbegebietes, das erst zu 50 Prozent belegt sei. Die Verkehrsanbindung sei optimal, und die Steuersätze der Gemeinde wären für Firmengründer oder umsiedlungswilligen Betriebe nach wie vor günstig. Auch in der kommenden Legislaturperiode würde ein von der SPD geführter Gemeinderat nichts an den Hebesätzen für die Grundsteuern und die Gewerbesteuer ändern. Die Vereine könnten sich ebenfalls darauf verlassen, dass sie für die Nutzung der Sporthalle keine Gebühren bezahlen müssen. "Bei uns in Luhden sollen nicht die Lichter ausgehen; deshalb werden wir auch die Straßenbeleuchtung ausbauen und damit die Sicherheit unserer Bürger erhöhen", ergänzte das Gemeindeoberhaupt. Eine Lampe koste zwischen 1500 und 2000 Euro. Die Erschließung des Bereiches "Im Rosenthal" habe man sich ebenfalls auf die Fahnen geschrieben. Büscher sprach außerdem die Möglichkeit an, eine direkte Busverbindung zwischen Luhden und Bad Eilsen zu schaffen. Das habe das Nachfolgeunternehmen der Firma Spannuth in Bückeburg angeregt. Im bevorstehenden Herbst soll die weitere Bepflanzung des Geländes rund um die Sporthalle vorgenommen werden, finanziert von der Gemeinde und aus dem Verkaufserlös der gefällten Birkenstämme. Der Schuldenstand der Gemeinde sei gemessen an anderen Kommunen minimal. Unter Einbeziehung der Rücklagen in Höhe von 80 000 Euro entfallen auf jeden Bürger in Luhden 191,30 Euro, in der Landeshauptstadt zum Beispiel seien das fast 4000 Euro. "Dass wir eine Sporthalle besitzen auch ohne Schule, die sich ja an der Finanzierung beteiligt hätte, und diese in einem so großen Umfang modernisiert haben, dürfte weithin einmalig sein", unterstrich der Bürgermeister. Heiner Hoppe und der Vorsitzende des Bau- und Umweltausschusses, Bernd Gliese, befassten sich anschließend mit der erfreulichen Entwicklung, dass durch die Umleitung der Kreisstraße 8 der Schwerlastverkehr in der Ortsdurchfahrt deutlich abgenommen habe. Beide rechnen damit, dass im kommenden Jahr die alte Linienführung zur Gemeindestraße zurückgestuft wird. Fachleute würden prüfen, was dann zur weiteren Beruhigung geschehen könne. Als ersten Schritt sehen die Sozialdemokraten die Einführung der Vorfahrtsregel "rechts vor links" an. Danach könne es auch eine Gewichtsbegrenzung für Fahrzeuge geben. Ein späteres Ziel wäre die Schaffung eines Kreisels an der Kreuzung beim Denkmal. Die Durchfahrt mit Hilfe von Poldern, Bäumen und Anpflanzungen zur Slalomstrecke zu machen, steht den SPD-Kandidaten nicht im Sinn.




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